Die letzten Tage/letzter Blog

Noch 3 Tage, dann geht es zurück nach Deutschland. In den Grampians haben wir alles gesehen, was wir sehen wollten. Jetzt wollten wir zum Abschluss noch einmal Radfahren und zwar an der Küste der Mornington Peninsula, von der Anette und Joachim so geschwärmt hatten, die aber mit dem Fahrrad nicht so einfach zu erreichen ist.

Deshalb sind wir heute mit unserem Mietwagen nach Point Lonsdale/Queenscliff gefahren, wo wir für die letzten 3 Tage eine Unterkunft gebucht haben, und von wo man mit der Fähre nach Sorrento auf die Mornington Peninsula übersetzen kann.

Zum Abschluss des Tages haben wir noch einen Abendspaziergang an der Küste gemacht.

Noch 2 Tage: Wir sind mit dem Fahrrad zur Fähre und dann nach Sorrento übergesetzt, um uns mit dem Fahrrad die Mornington Peninsula anzusehen.

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen sind wir an der Küstenstraße entlang Richtung Melbourne gefahren. Leider konnte man aufgrund des Baumbewuchses gar nicht so viel von den Stränden sehen.

Weil wir auch noch an die Spitze der Halbinsel wollten, sind wir auf der Höhe von Rye umgekehrt und an Sorrento vorbei bis zum Point Nepean National Park und weiter durch den Park bis zur Spitze.

Das war nicht so einfach wie wir ursprünglich gedacht hatten, denn es ging ganz schön auf und ab (mal wieder undulating). Aber zumindest ab dem National Park durften die wenigen Autos nur noch langsam fahren, später war sogar ganz Auto-frei, so dass wir ungestört die Hügel hoch strampeln und auch wieder runter rollen konnten. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, auch wenn es anstrengend war.

An der Spitze der Halbinsel hatte man einen tollen Blick auf beide Küstenseiten.

Außerdem befindet sich dort das Fort Nepean, ein ehemaliges Fort, das in den beiden Weltkriegen zum Schutz der Bucht und damit zum Schutz Melbournes diente. Wir haben es besichtigt. Das war ganz interessant.

Auf dem Rückweg ist uns dann noch ein Ameisenigel über den Weg gelaufen. Ich habe versucht, ihn zu filmen und nachdem ich das Video noch etwas beschnitten habe, kann man ihn doch einigermaßen erkennen.

Insgesamt war es eine sehr schöne letzte Fahrradtour.

Noch ein Tag: Morgens haben wir doch noch eine allerletzte kleine Fahrradtour unternommen und sind ein Stück den Bellarine Rail Trail entlang gefahren, der direkt um die Ecke unserer Unterkunft verlief.

Danach haben wir das Fahrrad auseinander genommen und für den Rückflug verpackt, diesmal nicht nur mit Folie, sondern auch mit Pappe aus einem Altpapiercontainer. Zur Polsterung mussten zwei Poolnudeln herhalten.

Letzter Tag: da unser Flug erst am Abend ging, sind wir zunächst noch in ein Einkaufszentrum in der Nähe des Flughafens gefahren, um da noch ein bisschen zu bummeln und dort zu Mittag zu essen.

Um 15:30 h mussten wir den Mietwagen am Flughafen abgeben. Das ging, Gott sei Dank, alles reibungslos. Allerdings mussten wir dann noch eine ganze Weile warten, bis wir das Gepäck aufgeben konnten.

Ich hatte ja ein bisschen Sorge, dass die Fluggesellschaft das Fahrrad eventuell nicht akzeptieren könnte, denn durch die zusätzliche Pappe waren die zulässigen Maße etwas überschritten. Aber tatsächlich war das alles völlig unkompliziert. Niemand hat die korrekten Maße kontrolliert. Lediglich das Gewicht wurde gemessen. Aber da waren wir im Rahmen.

Der Rückflug selbst war ebenfalls unproblematisch. Aber am Flughafen in Hamburg mussten wir echt lange auf das Gepäck warten. Man hatte das Gefühl, dass jeder Koffer einzeln aus dem Flugzeug zum Laufband geschleppt wurde.

Aber schließlich war alles da und Finn hat uns empfangen, worüber wir uns sehr gefreut haben. Nachdem wir endlich ein Taxi gefunden haben, dass auch unser Fahrrad mitnehmen konnte, sind wir müde aber glücklich  zu Hause angekommen.

Das Fahrrad haben wir dann erst zwei Tage später ausgepackt und wieder verkehrstauglich gemacht. Genau wie wir hat es den Rückflug gut überstanden.

Erkenntnisse:

– Australien war die Reise wert, aber jetzt  freuen wir uns auch, wieder zu Hause zu sein.

Nochmal Grampians

Für die letzten 8 Tage haben wir uns noch einmal einen Mietwagen  genommen (kleiner Lieferwagen), in dem wir auch unser Fahrrad transportieren können.

Mit diesem wollten wir u.a. nochmals in die Grampians, da wir dort beim letzten Mal vorzeitig abreisen mussten.

Wir hatten noch bis nachmittags Zeit bevor wir den gebuchten Mietwagen abholen konnten. Die Hitzewelle ist vorbei, daher haben wir noch eine kleine Radtour (16 km) um Melbourne Port herum gemacht, wo wir unterschiedliche Bereiche vom Hafen gesehen haben.

Gegen Ende der Tour sind wir am Munich Brauhaus Melbourne vorbei gekommen, wo wir natürlich einkehren mussten, denn hier gab es deutsche Küche. Niels‘ Schnitzel war auch wirklich sehr gut. Meine Käsespätzle waren ein bisschen enttäuschend.

Anschließend haben wir unseren Mietwagen abgeholt und sind samt Fahrrad nach Ballarat gefahren, wo wir unsere Unterkunft für die Nacht hatten.

Anette und Joachim hatten uns von Ballarat erzählt. Daher wollten wir uns die Stadt ansehen, bevor wir in die Grampians weiterfahren. Also haben am nächsten Morgen die Stadt mit dem Fahrrad erkundet.

Ballarat ist durch den Goldrausch groß geworden. Man konnte noch sehen, dass dies mal eine reiche Stadt war. Allerdings war mein Eindruck, dass die prächtigen Gebäude nicht wirklich gepflegt werden und sie deshalb nur noch halb so prächtig wirkten. Am besten hat uns in Ballarat das Lake Wendouree Fairyland gefallen.

Nach der Stadtbesichtigung ging es schließlich weiter in die Grampians. Diesmal sind wir aus einer anderen Richtung als beim letzten Mal angereist. Auf dieser Strecke konnten wir jetzt auch die Auswirkungen des Feuers sehen, welches vor gut einem Monat in den Grampians gebrannt hatte.

Rechts und links der Straße über eine lange Strecke waren die Bäume vor allem im Bodenbereich schwarz. Die Baumkronen waren nicht immer in Mitleidenschaft gezogen. Es sah so aus, als hätte es vorwiegend am Boden gebrannt. Das war schon irgendwie bedrückend.

Halls Gap und der Campingplatz, wo wir uns wieder eine Hütte gemietet hatten, sind von den Feuern weitestgehend verschont geblieben. Hier konnte ich abends noch den Kängurus beim Grasen zusehen.

Am nächsten Tag haben wir bei kühlen 20 Grad eine Wanderrundtour von Halls Gap zu dem Chatauqua Peak unternommen. Das war zum großen Teil ein gut begehbarer Weg. Er ging vorbei an den Clematis Falls. Aber der Wasserfall ist zu dieser Jahreszeit ausgetrocknet.

Der weitere Weg schlängelte sich im Zickzack und zum Teil über Stufen den Berg hinauf. Nur die letzten 300 Meter zur Spitze haben uns noch einmal richtig zum Schwitzen gebracht.

Zum Einen konnte man nicht mehr immer so hundertprozentig sehen, wo der Weg längs ging, und zum Anderen musste man ganz schön über Felsen kraxeln und klettern.

An einer Stelle hatte ich eigentlich schon aufgegeben und wir wollten umkehren, aber dann haben wir doch noch eine Möglichkeit gefunden, wie ich den Felsen erklimmen kann.

Danach mussten wir noch durch eine Art Tunnel krabbeln, dann war das Schwierigste geschafft, zumindest wenn man keine Höhenangst hat.

Niels hat dann schon Pause gemacht, während ich die letzten Meter zum Peak alleine gelaufen bin. Dort oben wurden wir wieder mit einem tollen Rundumbick für unsere Mühen belohnt.

Der Abstieg war wieder relativ einfach, hat aber noch mal einen schönen Blick auf den Berg erlaubt.

Am nächsten Tag waren 26 Grad angesagt, deshalb haben wir diesmal einen flussbegleitenden Weg von Zumsteins über die Fish Falls zu den Mac Kenzie Falls gewählt.

Bis zu den Fish Falls war der Weg fast langweilig, jedenfalls im Vergleich zu den vorherigen Wegen. Aber die Fish Falls selbst waren schon mal sehr schön.

Und ab dort wurde der Weg interessanter, weil man tiefer in das Flusstal hinein kam und immer wieder über Felsen oder über den Fluss selbst geführt wurde.

Aber das Highlight waren eindeutig die Mac Kenzie Falls. Endlich mal ein richtiger Wasserfall mit ordentlich Wasser. Sehr beeindruckend. Hier haben wir eine ganze Weile Pause gemacht und den Anblick genossen, ehe wir den Rückweg angetreten haben.

Das letzte Stück des Rückwegs, ab den Fish Falls, hat sich ganz schön in die Länge gezogen. Im nach hinein gesehen wäre es vermutlich besser gewesen, zu den Mac Kenzie Falls von oben zu wandern (vom Mac Kenzie Falls Parkplatz) und dann noch weiter bis zu den Fish Falls und wieder zurück.

So oder so, die Mac Kenzie Falls sind auf jeden Fall sehenswert.

Am letzten Tag in den Grampians haben wir schließlich noch eine Tour zum Boronia Peak gemacht. Zum Startpunkt mussten wir einmal ganz ans andere Ende von Halls Gap. Diese Strecke (5 km) sind wir mit dem Pino gefahren.

Zunächst ging der Wanderweg sanft und ebenerdig los durch lichten Eukalyptuswald. Dort sind wir mal wieder Kängurus begegnet.

Schon bald ging es stetig bergauf. Dieser Weg bestand zum großen Teil aus steinernen Stufen, was uns bald ins Schwitzen gebracht hat. Ab und an konnte man zwischen den Eukalyptusbäumen immer mal einen Blick ins Tal oder auf die gegenüber liegende Bergkette erhaschen.

Das Beste kam, wie so oft, zum Schluss. Dort musste man, wie auch schon am Chatauqua Peak, noch ein bisschen über Felsen klettern, um den Gipfel zu erreichen.

Niels hat da wieder die Höhenangst gepackt, so dass ich den Gipfel wieder alleine erklimmen musste. Einerseits habe ich mich gefreut, das geschafft zu haben. Andererseits war ich ein bisschen traurig, dass Niels diesen wunderbaren Ausblick nicht sehen kann. Ich hätte gerne gemeinsam mit ihm dort oben gesessen.

So habe ich möglichst viele Fotos gemacht, damit er wenigstens so ein bisschen was davon sehen kann.

Dies ist eine kleine Auswahl nicht nur vom Gipfel.

Erkenntnisse:

– Wir sollten öfter in den Bergen Urlaub machen.

Rund um und durch Melbourne

Da wir gerne wieder Fahrrad fahren wollten, haben wir nach Möglichkeiten in der Nähe gesucht. Gefunden haben wir einen Track für eine Tour rund um Melbourne herum nur auf Fahrradwegen.

Das hörte sich sehr vielversprechend an. Und die Rundtour führte ganz in der Nähe von Carrum Downs vorbei, wo wir zurzeit wieder untergekommen waren.

Daher haben wir uns entschieden diese 260 km Rundtour zu beginnen. Für den ersten Tag haben wir uns 50 km vorgenommen, was uns bis zum Stadtteil Ringwood geführt hat, wo wir ganz in der Nähe des Radweges eine Unterkunft gefunden hatten.

Der Weg dorthin führte, wie versprochen, nur über separate Radwege und fast ausnahmslos nur durchs Grüne, wirklich sehr schön. Man merkte fast gar nicht, dass man in einer Großstadt unterwegs ist.

Auf einem Teil der Strecke wurden wir von Bell Miner Vögeln begleitet. So gut wir die Vögel hören konnten, gesehen haben wir keinen.

Bell Miner Glockenklang

Von Ringwood aus haben wir am nächsten Tag einen Abstecher in die Dandenong Ranges (ohne Gepäck, da wir in die gleiche Unterkunft zurück kehren konnten) unternommen. Das war zwar nicht Bestandteil der Rundtour um Melbourne, bot sich aber an, weil es von Ringwood aus einen Railtrail dorthin gibt.

Die Dandenong Ranges hatten uns Anette und Joachim empfohlen. Wir sind allerdings nicht in den von ihnen empfohlenen Ort Olinda gefahren, weil das zu viele Höhenmeter gewesen wären. Der 20 km Railtrail führte stattdessen nach Belgrave am Rand der Dandenong Ranges.

Auf dem Trail sind wir gut voran gekommen, obwohl es insgesamt vorwiegend sanft bergauf ging. Und so konnten wir bald schon in Belgrave die Graffitis am Ende des Trails bewundern.

Von Belgrave aus sind wir zu Fuß weiter gegangen. Wir hatten uns einen Rundwanderweg (ca 5 km) zu den Sherbrooke Falls rausgesucht. Dieser Weg führte bergauf durch den Wald aus Mountain Ashs und Baumfarnen.

Die Wasserfälle selbst konnte man allerdings nicht als solche erkennen. Sie führten wohl auch nur wenig Wasser. Aber sie waren auch ziemlich von Baumstämmen und Gestrüpp verschüttet. Das war nicht so schlimm. Der Weg war das Ziel. Und der Weg war sehr schön urig.

Mountain Ash
Baumfarn
Sherbrook Falls

Hinterher sind wir mit dem Fahrrad wieder die gleiche Strecke zurück nach Ringwood gefahren. Diesmal viel schneller als auf dem Hinweg, da es meist bergab ging 😜.

Am nächsten Tag sind wir weiter auf dem Rundweg um Melbourne gefahren, diesmal bis nach Broadmeadows in der Nähe vom Flughafen, was wieder ca. 50 km waren.

Und wieder verlief ein Großteil des Radweges sehr idyllisch im Grünen, meist flussbegleitend.

Nur die letzten Kilometer verliefen über den M80 Trail. Die M80 ist eine Stadtautobahn. Der Radweg verlief zwar etwas abseits des Motorways. Aber man hörte die Autos doch recht laut und auch die Umgebung war nicht mehr wirklich reizvoll.

Da der nächste Teil des Rundwegs zum großen Teil an der M80 weiter verlaufen wäre und wir da keine Lust drauf hatten, haben wir am nächsten Tag den Rundweg nicht weiter gefahren, sondern uns kurzerhand einen anderen Trail rausgesucht.

Dieser führte wieder durchs Grüne und meist flussbegleitend direkt bis ins Zentrum von Melbourne, wo wir in einem Hostel ein günstiges DZ bekommen konnten.

5. Tag: Wir haben beschlossen, in dem Hostel länger zu bleiben, da wir einerseits wieder eine Radfahrpause einlegen wollten und andererseits das lange Wochenende (Labourday am 11.03.24) überbrücken wollten. Daher stand ein Tag Stadtbesichtigung auf dem Programm.

Eigentlich wollten wir ins ACMI (Australian Center of Moving Image). Auf dem Weg zur Tram sind wir aber am Queen Victoria Market vorbei gekommen und dort hängen geblieben. Hier war diesmal wirklich ein richtiger Markt mit Obst/Gemüse, Fleisch/Fisch, aber auch Kleidung,  Schmuck, Souvenir s und allerlei Schnickschnack.

Als wir endlich alles gesehen hatten, war es bereits Mittagszeit. Also haben wir auf dem Markt eingekauft und anschließend im Hostel gekocht und gegessen. Lecker.

Erst relativ spät sind wir dann doch noch zum ACMI aufgebrochen. Dort gab es soviel Interessantes zu sehen und auszuprobieren, dass die 1 1/2 Stunden bis zum Feierabend nicht ausreichten, um alles anzusehen.

Zum Abschluss des Tages sind wir noch über das Gelände vom Moomba Festival geschlendert. Was das genau für ein Festival ist, haben wir nicht wirklich verstanden. Auf jeden Fall gab es einen Jahrmarkt/Kirmes und diverse sportliche Wettkämpfe/Vorführungen, z.B. Wasserski-Springen auf dem Yarra River.

6. Tag: Da für die nächsten Tage wieder mal eine Hitzewelle mit Temperaturen über 35 Grad angesagt waren, sind wir heute mit Temperaturen um die 25 Grad lieber noch einmal Fahrrad gefahren, als ins Museum zu gehen.

Diesmal haben wir eine Radtour auf dem Capital City Trail und dem Main Yarra Trail durch Melbourne gemacht. Das war ein schöner 35 km Rundkurs um die Innenstadt von Melbourne. Auch diese Tour verlief meist auf separaten Radwegen. Nur manchmal ging es durch ruhige Nebenstraßen.

7. Tag: 39 Grad waren angesagt, daher haben wir uns hauptsächlich in unserer klimatisierten Unterkunft aufgehalten und organisatorisches geregelt. Kurze Spaziergänge draußen haben uns davon überzeugt, dass es bei den Temperaturen besser ist, drinnen zu bleiben.

8. Tag: es war nochmals so heiß, wie am Vortag. Wir sind in eine neue Unterkunft umgezogen, auch mitten in der Innenstadt, aber in ein Hotel mit Pool. Trotzdem war es dort sogar günstiger, als im Hostel. Außerdem stand unser Fahrrad dort im Parkhaus auch sicherer, als in der Garage vom Hostel, wo Unbekannte den Inhalt unserer Werkzeugtasche  auf dem Boden verstreut und die kleine Luftpumpe geklaut hatten.

Nachdem wir uns im Hotel eingerichtet hatten, haben wir im klimatisierten ACMI den Rest der Ausstellung angesehen, der uns noch fehlte. Zu guter Letzt haben wir den Tag mit einer Abkühlung im Pool der neuen Unterkunft beendet.

Erkenntnisse

– es geht nichts über ein selbst gekochtes Essen 🤨

– es ist einfach schön, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

– in Melbourne kann man sehr gut Fahrrad fahren.

Rückkehr nach Melbourne

Von den Grampians sind wir wieder zur Great Ocean Road gefahren. Auf der Hinfahrt waren wir dort an einigen Hinweisschildern zu Sehenswürdigkeiten vorbei gefahren, die wir uns jetzt ansehen wollten, bevor wir wieder nach Melbourne zurück müssen, um das Auto abzugeben.

Unser erster Stop war beim Maits Rest Rainforest Walk im Otway National Park. Dieser Spazierweg führt durch einen uralten Regenwald aus riesigen Eukalyptus-Bäumen (Mountain Ashs), die über Baumfarnen (ebenfalls uralt) emporragen. Dazu gab es die ein oder andere Erklärung am Wegesrand.

Der Weg war nur kurz, wir haben uns vielleicht eine halbe Stunde dort aufgehalten. Aber das hat ihn nicht weniger schön gemacht.  Schon nach ein paar Schritten fühlte man sich in die Urzeit versetzt bei den moosbewachsenen Urwaldriesen und Riesenfarnen.

In Apollo Bay, wo wir übernachtet haben, haben wir am Morgen noch den Sonnenaufgang angesehen, bevor wir weiter Richtung Melbourne und Carrum Downs gefahren sind.

Auf dieser Strecke haben wir 2 Zwischenhalte gemacht. Der eine war ein Wanderweg zu den Sheoak Falls und weiter zu den Swallows Caves. Die Sheoak Falls wären bestimmt beeindruckend gewesen, wenn mehr Wasser darin geflossen wäre.

So waren sie ganz nett. Die Höhle Swallows Cave fand ich schon etwas interessanter, insbesondere weil dort, dem Namen entsprechend, die Schwalben ein- und ausflogen. Aber auch sie war jetzt nicht wirklich der Knaller. Aber immerhin konntn wir uns so auf der Fahrt nach Melbourne zwischendurch die Füße vertreten.

Den zweiten Zwischenhalt haben wir bei den Erskine Falls gemacht. Hierbei handelt es sich um einen Wasserfall in der Nähe von Lorne.

Um den Wasserfall zu Gesicht zu bekommen, muss man 230 Treppenstufen hinabsteigen (und hinterher auch wieder hoch 🥵). Diesmal hat sich die Mühe gelohnt, denn dieser Wasserfall führte mehr Wasser und war auch höher, als die Sheoak Falls.

Auch war die Umgebung uriger, wieder mit Baumfarnen, und man konnte noch ein Stück entlang und durch das Flussbett flussabwärts gehen/hüpfen. Das war abenteuerlich und hat uns Spaß gemacht.

In Lorne haben wir noch zu Mittag gegessen. Anschließend ging es ohne weitere Unterbrechung zurück nach Carrum Downs bei Melbourne. Dort mussten wir am nächsten Tag das Mietauto wieder abgeben. 

Unsere ursprüngliche Idee war, im Anschluss an diese Tour noch 2 Wochen Tasmanien mit dem Auto zu besichtigen. Aber da wir so spät dran waren, waren sowohl Fähre oder Flug dorthin, als auch die Mietwagen dort so teuer, dass wir das nicht investieren wollten. Vor allem aber wollten wir auch gerne wieder Rad fahren. Und dafür ist uns Tasmanien zu bergig.

Also waren wir am späten Nachmittag mit Anette und Joachim, die unser Tandem gehütet haben, verabredet. Gemeinsam waren wir in einem Restaurant direkt am Strand in Frankston zum Essen. Anette und Joachim hatten einen Tisch am Fenster mit tollem Blick auf den Strand und das Meer reservieren lassen.

Dort haben wir uns wieder gut unterhalten und die beiden haben uns noch ein paar Tipps gegeben, wo wir noch hinfahren können. Das Essen hat im Übrigen auch sehr gut geschmeckt.

Anschließend haben wir unser Fahrrad wieder mitgenommen, damit wir damit wieder auf Tour gehen können.

Anette und Joachim

Erkenntnisse:

– auch wenn das Auto uns ermöglicht hat, einige weiter bzw höher gelegene Ziele zu erreichen, so gefällt uns das Radfahren doch besser.

The Grampians

Von Adelaide aus sind wir diesmal mehr an der Küste entlang nach Millicent (ein Ort vor Mount Gambier, wo wir auf der Hinfahrt waren) gefahren. Die Strecke entlang der Küste war etwas interessanter als die Strecke auf dem Hinweg durchs Inland.

Vom Meer konnte man gar nicht so viel sehen, aber rechts und links der Straße gab es immer wieder weiß leuchtende ausgetrocknete Salzseen, später auch einige, die noch Wasser enthielten.

In Millicent haben wir dann festgestellt, dass wir doch noch in die Grampians, einem Gebirge nordöstlich von Melbourne, fahren können.

Dort hat es, während wir in Melbourne waren, gebrannt, so dass dort bis vor kurzem viele schöne Wanderwege und Ausflugsziele nicht zugänglich waren. Aber inzwischen war zumindest der Teil, der uns interessierte, wieder frei gegeben.

Und so sind wir nach der Übernachtung in Millicent nach Halls Gap in den Grampians weitergefahren. Schon die Anfahrt war undulating und damit ansprechend. Und je näher wir dem Ort kamen, desto bergiger und desto schöner wurde es.

Da wir schon früh in der Unterkunft waren, haben wir nach dem Essen noch einen ersten kleinen Spaziergang (2,5 km, weitestgehend flach) zu den Venus Baths gemacht.

Noch bevor wir aus dem Ort raus waren, haben sich Kängurus auf dem Weg breit gemacht. Die schienen an die Menschen gewöhnt zu sein und haben sich von uns kaum stören lassen.

Obwohl der Weg nicht so weit war, hat er schon viele schöne Blicke auf die Berge freigegeben und nach jeder kleinen Kurve war es wieder anders schön. Am Ende des Weges gab es dann mehrere aus dem Stein ausgewaschene Wasserbecken, eben die Venus Baths.

Dieser erste halbe Tag in den Grampians hat uns schon so gut gefallen, dass wir beschlossen haben, an die ursprünglich gebuchten 2 Nächte noch eine weitere anzuhängen, so dass wir mehr Zeit haben würden, die Grampians genauer zu erkunden.

So haben wir am nächsten Tag eine Wanderung (5,5 km) zu den Pinnacles gemacht. Gleich von Anfang an ging es über Felsen bergauf. Das war voll unser Geschmack.

Dieser Weg scheint auch sonst sehr beliebt zu sein, denn hier liefen etliche Touristen rauf und runter. An diesem einen Tag sind wir mehr Deutschen begegnet, als sonst in unserer bisherigen Zeit in Australien.

Je höher wir auf dem Weg kamen, desto besser wurde die Aussicht. Und ich habe mal wieder zu viele Fotos gemacht.

Da wir das Wandern nicht gewohnt sind, sind wir auf dem Weg bergauf ganz schön ins Schwitzen gekommen (natürlich wurde es zusätzlich durch den Sonnenschein zunehmend wärmer). Aber jeder Schritt hat sich gelohnt. Und der Auslick schließlich von den Pinnacles in alle Richtungen war beeindruckend.

Auf dem Rückweg ist uns dann noch ein Ameisenigel (Echidna), der sich im Unterholz vor uns versteckt hat, und eine hübsche Eidechse begegnet.

Ameisenigel

Als wir dann wieder in der Unterkunft waren, haben wir erfahren, dass aufgrund von extremer Feuergefahr der Grampians Nationalpark am nächsten Tag geschlossen sein würde. Und es wurde uns geraten, die Grampians zu verlassen.

Da es noch gar nicht so lange her war, dass es hier in den Grampians gebrannt hat, haben wir die Warnung ernst genommen und haben die zusätzlich gebuchte Nacht wieder storniert.

Um vor unserer Abreise am nächsten Tag wenigstens noch etwas von den Grampians zu sehen, sind wir daher noch mit dem Auto zu einem Aussichtspunkt gefahren ( sozusagen Drive-In Aussichtspunkt) um dort den Sonnenuntergang zu bewundern.

Erkenntnisse:

– Das Wetter in Australien ist unberechenbar

Adelaide

In Adelaide hatten wir 2 Tage für die Stadtbesichtigung. Am ersten Tag haben wir uns den Central Market angesehen. Dies ist ein Markt, wie bei uns mit Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln, aber überdacht und mit festen Ständen. Außer Sonntags und Montags hat der Markt täglich geöffnet.

Natürlich gibt es dort auch etliche Stände, die warme Speisen anbieten, was wir auch gleich genutzt haben.

Nachmittags sind wir dann durch die Rundle Street, die Fußgängerzone von Adelaide, gebummelt. Hier ist gerade Fringe Festival, das ist ein Festival für Künstler jeder Art, z.B. Komiker, Artisten, Musiker, usw. Für die meisten Vorführungen an diversen Veranstaltungsorten braucht man Tickets.

Aber in der Fußgängerzone geben sich die Straßenkünstler die Klinke in die Hand. Dementsprechend haben wir es genossen, diesen zuzusehen/-hören.

2. Tag: vormittags haben wir uns die Art Gallery angesehen, die einige interessante Kunstwerke zu bieten hatte.

The sisters in der Art Gallery

Nachmittags wollten wir in den botanischen Garten, sind dort aber dann abgedriftet auf einen vom Fringe Festival belegten Bereich. Dort standen zum einen diverse Veranstaltungszelte, aber auch Fressbuden aller Art.

Desweiteren gab es auch einige Verkaufsstände für Schmuck und Klamotten und dergleichen. So etwas liebe ich ja. Da habe ich mir noch einen neuen bunten Hosenrock zugelegt und ein paar filigran gehäkelte Ohrringe, schließlich braucht man ja ein paar Reiseandenken.

Erkenntnisse:

– Adelaide ist eine Stadt mit Atmosphäre

Auf nach Adelaide

Wir hatten, bevor wir die Stadt gesehen hatten, überlegt, ob wir eventuell 2 Nächte in Portland bleiben sollten, um dort noch einen Strandtag einzulegen. Aber als wir Portland erreicht haben, waren wir froh, dass wir zunächst nur eine Nacht gebucht hatten.

Portland ist eher eine Industrie-Stadt. Der dortige Strand hat nicht wirklich zum Schwimmen animiert und so sind wir am nächsten Tag nach einem kurzen Strandspaziergang gleich weiter gefahren, wenn auch nur gut 100 km nach Mount Gambier.

Hier haben wir dann tatsächlich 2 Nächte gebucht, da es in und um die Stadt einiges zu besichtigen gibt.

In der Stadt gibt es z.B. den Blue Lake, einen Maar, also einen See vulkanischen Ursprungs. Wenn man vom Kraterrand hinunter schaut, sieht das Wasser so blau aus, als wäre es mit Tinte gefärbt.

Blue Lake

Desweiteren gibt es hier das Umpherston Sinkhole. Hierbei handelt es sich um eine Bodenabsenkung in dem hiesigen Kalkstein. Schon 1886 hatte ein Herr Umpherston einen Garten darin angelegt.

Hier haben wir erstmals ein mehr oder weniger wildes Possum gesehen. Die leben hier in den Wänden des Sinkholes und werden wohl von den Touristen gefüttert. Normalerweise sind sie nachtaktiv, aber dieses wollte wohl die ungeteilte Aufmerksamkeit.

Desweiteren sind wir durch endlose Pinienplantagen zu einer Tropfsteinhöhle, den Tantanoola Caves, in der Umgebung von Mount Gambier gefahren und haben diese besichtigt. Auch wenn es nur eine kleine Höhle war, so war sie doch beeindruckend.

Das einzige andere Pärchen, das neben uns an der Führung teilgenommen hat, kam aus der Schweiz, so dass wir uns mal wieder in Deutsch austauschen konnten. Die beiden sind in den Flitterwochen und wollen mit ihrem Caravan noch bis Cairns im Norden von der Ostküste.

Von Mount Gambier bis Adelaide war es uns zu weit, um die Strecke in einem durch zu fahren. Daher haben wir in Bordertown noch mal Zwischenstop gemacht. Die Landschaft ist inzwischen eher langweilig geworden. Die meiste Zeit geht es vorbei an Wiesen und Weiden, plattes Land ähnlich wie bei uns in Norddeutschland, aber trocken und verdorrt. Auch Bordertown hat außer der Unterkunft nichts zu bieten. Und da es mal wieder 35 Grad warm ist, haben wir dort auch die Füße hoch gelegt.

Von Bordertown nach Adelaide sind es nur 270 km, daher sind wir erst spät aufgebrochen. Unser einziger Versuch einen Umweg an der Küste lang zu fahren, führte zu einer Kiesstraße. Das wollten wir uns dann doch nicht antun. Außerdem dürfen wir solche Strecken mit dem Mietwagen auch gar nicht fahren.

Also sind wir doch wieder auf den langweiligen Freeway quer durch das Land gefahren. Wie schon am Vortag ging es die meiste Zeit an vertrockneten Wiesen und Weiden vorbei.

Erst kurz vor Adelaide wurde die Landschaft interessanter, weil bergiger. Adelaide selbst ist flach, aber um dorthin zu gelangen, muss man eine kleine Bergkette überwinden.

Wir waren dann schon am frühen Nachmittag in der Unterkunft etwas außerhalb vom Stadtzentrum, aber da es immer noch so heiß war, haben wir uns im klimatisierten Zimmer aufgehalten und u.a. Reiseblog geschrieben und Wäsche gewaschen.

Erkenntnisse:

– Die Australier haben ein extra Rasenmäh- Gen.

Great Ocean Road

Da wir jetzt unsere Tracks abgearbeitet haben und an unserem Primärziel angekommen sind, haben wir inzwischen unseren Rückflug gebucht. Am 20.03. geht es zurück, so dass wir am 21.03. in Hamburg ankommen.

Bis dahin haben wir uns entschieden, nach Adelaide zu fahren, und zwar über die Great Ocean Road, da diese uns vielfach empfohlen wurde.

Allerdings ist uns diese zu bergig und zu befahren von Autos, als dass wir dort mit dem Fahrrad lang fahren wollten (auch wenn es andere Radler gibt, die diese Strecke radeln).

Deshalb haben wir beschlossen, nochmals ein Mietauto zu nehmen und die Strecke mit dem Auto zu fahren. Das Tandem können wir solange bei Anette und Joachim in der Garage unterstellen. Vielen Dank dafür den beiden.

Also sind wir zunächst von Melbourne mit dem Fahrrad zurück nach Carrum Downs gefahren, diesmal über eine andere Strecke, aber gleichermaßen auf separaten Radwegen, so dass wir oft gar nicht gemerkt haben, dass wir durch eine Großstadt fahren.

Obwohl das eine schöne Strecke war, waren wir doch auch ein bisschen wehmütig, dass das jetzt eine unserer letzten Touren in Australien mit dem Fahrrad sein würde.

Am selben Abend haben wir das Fahrrad noch zu Anette und Joachim gebracht und am nächsten Morgen haben wir unser Mietauto in Frankston abgeholt.

Zunächst mussten wir nun auf die andere Seite von Melbourne nach Geelong fahren. Das hat schon 2 Stunden gedauert. Kurz hinter Geelong in Torquay beginnt die Great Ocean Road, die von ehemaligen Soldaten nach dem Ende des Ersten Weltkrieges als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme erbaut wurde und die gleichzeitig als Denkmal an die im Krieg gefallenen Kameraden dienen soll.

Ich war ein wenig skeptisch, ob diese Strecke wirklich so schön sein würde, schließlich hatten wir während unserer Reise schon einiges an schöner Küste gesehen.

Aber schon der erste Teil der Strecke bis zu unserer Unterkunft in Lavers Hill, dem höchstgelegenen Ort an der Great Ocean Road, hat uns sehr gut gefallen. Die Strecke schlängelt sich nicht nur an der Küste entlang mit tollen Ausblicken, sondern auch teilweise durchs bergige Hinterland, wo sie von Regenwald umsäumt ist. Kurzum es ist eine sehr abwechslungsreiche Strecke mit viel Natur.

Allerdings waren wir auch froh, sie mit dem Auto zu befahren. Mal abgesehen von den Höhenmetern hätten die engen Kurven ohne Seitenstreifen bei dem Verkehr das Fahrradfahren doch sehr gefährlich und ungemütlich gemacht.

Der zweite Teil der Strecke ist der Teil, für den die Straße vor allem von Touristen, wie uns, befahren wird. Der Küstenbereich besteht hier über weite Strecken aus Kalkstein, der vom Wasser ausgehöhlt wurde/wird. Er bietet Sehenswürdigkeiten, wie die sogenannten zwölf Apostel oder London Bridge. Alle paar Kilometer gibt es eine andere Sehenswürdigkeit mit Parkplatz und Aussichtsplattform, und wir haben uns hier sehr lange aufgehalten und viele, viele Fotos gemacht, so dass ich wieder Schwierigkeiten hatte, welche auszuwählen.

London Bridge
Von den 12 Aposteln stehen mittlerweile nur noch 7

Am Ende der Great Ocean Road sind wir noch weiter bis Portland gefahren, wo wir übernachtet haben.

Erkenntnisse:

– die Great Ocean Road ist zu Recht so beliebt

– auch Autofahren macht müde

– den einzigen Radreisenden mit Gepäck haben wir auf dieser Strecke gesehen, als wir mit dem Auto unterwegs waren. Hut ab.

Melbourne

Von Philip Island aus führte unser nächster Track nach Frankston bzw. Carrum Downs, wo wir eine Unterkunft gefunden hatten. Beide Orte liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Melbourne.

Zunächst ging es mit der Fähre nach Stony Point auf dem Festland. Kurz hinter dem Hafen begann ein toller Boardwalk mitten durch die Wetlands, der auch von Radfahrern befahren werden darf.

Auch wenn die Wetlands ziemlich trocken waren, so waren sie doch landschaftlich so schön, dass wir dort gleich eine erste Pause eingelegt haben, obwohl wir noch gar nicht so weit geradelt waren.

Auch die übrige Strecke verlief fast nur über schöne separate Radwege und kleine Rail Trails, abgesehen von einer Strecke, wo wir noch dazu von unserem Track abweichen mussten.

Bereits zu Mittag waren wir in Frankston, wo wir gegessen haben, bevor wir die letzten 10 km zu unserer Unterkunft in Angriff genommen haben.

Auf unserem Weg zur Unterkunft in Carrum Downs sind wir die ganze Zeit einem Radfahrer-Pärchen auf ihren E-Bikes gefolgt. Diese sprachen uns dann irgendwann auf unser Fahrrad an. 

Schnell stellte sich heraus, dass die beiden auch aus Deutschland kommen, aber schon seit vielen Jahren in Australien und vorher in Neuseeland leben. Wir haben uns dann noch eine Weile unterhalten (auf Deutsch natürlich, auch mal wieder schön) und Anette und Joachim haben uns dann ganz spontan zum Kaffee eingeladen. Da haben wir gerne zugesagt.

Und da sie gar nicht weit von unserem Motel entfernt wohnen, sind wir mit dem Fahrrad zum Kaffee gefahren. Nach dem Kaffee haben uns die beiden mit dem Auto die Mornington Halbinsel gezeigt und am Strand von Mornington sind wir noch eine Runde spazieren gegangen.

Es ist schon erstaunlich wie der Zufall es wieder wollte, dass wir genau zur selben Zeit die selbe Strecke gefahren sind.

Im Mai kommen Anette und Joachim nach Deutschland, um ihre Familie zu besuchen. Vielleicht sehen wir uns dann wieder, denn sie werden auch in Norddeutschland sein.

Nach einem Tag Pause in Carrum Downs ging es schließlich nach Melbourne. Die Strecke verlief die ganze Zeit über separate Wege, die meiste Zeit am Meer entlang über den Bay Trail bis Melbourne Port.

Von Melbourne Port aus mussten wir noch ca. 10 km zu unserer Unterkunft radeln. Dabei haben wir schon einige schöne Ecken von Melbourne gesehen.

Der Weg zur Unterkunft verlief zu unserer Freude ebenfalls meist über separate Radwege. Nur das letzte Stück ging auf der Straße durch ein ruhiges Wohngebiet. Allerdings ging es stark bergauf. Bei 35 Grad im Schatten habe ich da Probleme mit dem Kreislauf  bekommen. Zum Glück war die Unterkunft nicht mehr weit.

In Melbourne sind wir 4 Nächte geblieben, um die Stadt anzuschauen und zu entscheiden, wie es nun weiter gehen soll, denn unsere Tracks sind nun am Ende angelangt.

1.Tag Melbourne: Wir sind mit der Straßenbahn in die Innenstadt gefahren. Und da die Touri Circle Line Tram (kostenlos), die an den Sehenswürdigkeiten vorbei fährt und dazu Erklärungen gibt, Verspätung hatte, sind wir schließlich auf gut Glück in irgendeine andere Tram eingestiegen (im Innenstadtbereich ebenfalls kostenlos) und haben die Innenstadt der Nase nach erkundigt.

Da es immer noch so heiß war, haben wir nachmittags die NGV (National Gallery of Victoria) Kunst Gallerie besichtigt, welche klimatisiert ist und interessante Kunstwerke bietet.

In der NGV Gallery

2. Tag: Morgens sind wir in der Unterkunft geblieben, um die Zeit nach Melbourne zu planen. Nachmittags haben wir eine Street Art Tour durch Melbournes Gassen gemacht. Davon gibt es hier so viel, dass ich Schwierigkeiten hatte, die Besten rauszusuchen. Unsere Street Art Tour endete auf dem Queen Victoria Markt, wo es hauptsächlich Fressstände gab, aber auch Kunsthandwerk und Musik.

Letzter Tag: Nachdem wir morgens wieder mit Planen verbracht haben, sind wir Nachmittags wieder in die Innenstadt gefahren und haben uns Musik von diversen Straßenmusikern angehört.

Erkenntnisse:

– Australien ist definitiv eine Reise wert, aber wir freuen uns auch wieder auf zu Hause.

Diverse Rail Trails

Von Welshpool ging es über den Great Southern Rail Trail bis Toora vorbei an Wiesen und Weiden. Zu unserer Linken war alles flach, zu unserer Rechten hat uns eine Hügelkette begleitet.

Toora selbst ist nur ein kleiner Ort, der nicht wirklich der Rede Wert ist. Immerhin gab es einen kleinen Supermarkt, so dass wir uns für den nächsten Tag ausstatten konnten. Aber sämtliche Restaurants/Cafes hatten wegen Wochenanfang geschlossen.

Von Toora sind wir nicht unserem Track nach Inverloch gefolgt, sondern weiter auf dem Rail Trail nach Meeniyan gefahren. Dieser Teil des Trails war wieder von Bäumen/Wald eingerahmt. Wiesen und Felder sah man nur ab und an dahinter durchschimmern. Auch ging es wieder mehr auf und ab. Auf jeden Fall eine schöne Strecke, schon allein deswegen, weil frei von Autos.

Meeniyan ist nur wenig größer als Toora.

Kunst auf einem Pausentisch unterwegs

Da es am Ende des Rail Trails keine Unterkünfte gibt, haben wir beschlossen, doch nicht weiter auf dem Rail Trail zu fahren, sondern nach Inverloch mehr oder weniger nach unseren vorgegebenen Tracks.

Die Strecke war nicht so super, aber ok. Ab dem Zeitpunkt, wo wir den Rail Trail verlassen haben, ging es über die Straße, die entweder recht wenig befahren war, oder einen Seitenstreifen hatte.

Inverloch selbst war nicht so groß, wie wir dachten. Aber immerhin lag es am Meer, so dass wir nachmittags noch einen Strandspaziergang gemacht haben. Dort habe ich etliche größere Schneckenhäuser gesammelt. Ich hätte sie gerne mitgenommen, habe mich dann aber auf ein Foto beschränkt.

Unser nächstes Ziel war Cowes auf Phillip Island. Das war von Anfang an eine tolle Strecke. Zunächst ging es eine Küstenstraße entlang. Da die Hauptsaison vorbei ist, gab es nur wenig Verkehr an der Straße und die Steigungen waren auch machbar. Da hatten wir schon schlimmere. Die Aussicht war trotzdem immer wieder wunderschön.

Ab Wonthaggi bis Anderson ging es dann wieder auf einem Rail Trail entlang: Bass Coast Rail Trail. Das heißt, wieder eine autofreie Strecke ohne übermäßige Steigungen. Hinzu kamen weitere großartige Ausblicke auf die Küste.

Auf dem Trail haben wir dann Cynthia und Alison getroffen, die auch mit einem Tandem unterwegs waren. Mit den beiden haben wir uns recht lange unterhalten und Alison hat eine Probefahrt auf unserem Tandem gemacht. Zum Abschied haben die beiden uns noch gefilmt, wie wir auf unserem Tandem über die „timber bridge“ fahren.

Auch der restliche Weg nach/auf Phillip Island verlief meist auf separaten Radwegen und hatte noch einige tolle Ausblicke parat.

Auf Phillip Island sind wir 2 Nächte geblieben, weil ich gerne die Pinguine sehen wollte, die dort leben. Wir sind, mal wieder mit Uber, zum Nobbies Centre gefahren und sind dort zunächst den Boardwalk entlang spaziert und dann noch weiter auf einem Weg entlang der Küste.

Das war eine großartige Landschaft und bereits auf dem Boardwalk konnten wir etliche  der hiesigen Gänse (Cape Barren Goose) beobachten. Auf dem weiteren Weg waren unzählige Wallabys zu sehen. Leider haben wir keine Pinguine gesehen, die kommen wohl erst abends in großen Scharen an. Aber die Wallabys waren eine gute Entschädigung.

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