Für die letzten 8 Tage haben wir uns noch einmal einen Mietwagen genommen (kleiner Lieferwagen), in dem wir auch unser Fahrrad transportieren können.
Mit diesem wollten wir u.a. nochmals in die Grampians, da wir dort beim letzten Mal vorzeitig abreisen mussten.
Wir hatten noch bis nachmittags Zeit bevor wir den gebuchten Mietwagen abholen konnten. Die Hitzewelle ist vorbei, daher haben wir noch eine kleine Radtour (16 km) um Melbourne Port herum gemacht, wo wir unterschiedliche Bereiche vom Hafen gesehen haben.
Gegen Ende der Tour sind wir am Munich Brauhaus Melbourne vorbei gekommen, wo wir natürlich einkehren mussten, denn hier gab es deutsche Küche. Niels‘ Schnitzel war auch wirklich sehr gut. Meine Käsespätzle waren ein bisschen enttäuschend.
Anschließend haben wir unseren Mietwagen abgeholt und sind samt Fahrrad nach Ballarat gefahren, wo wir unsere Unterkunft für die Nacht hatten.
Anette und Joachim hatten uns von Ballarat erzählt. Daher wollten wir uns die Stadt ansehen, bevor wir in die Grampians weiterfahren. Also haben am nächsten Morgen die Stadt mit dem Fahrrad erkundet.
Ballarat ist durch den Goldrausch groß geworden. Man konnte noch sehen, dass dies mal eine reiche Stadt war. Allerdings war mein Eindruck, dass die prächtigen Gebäude nicht wirklich gepflegt werden und sie deshalb nur noch halb so prächtig wirkten. Am besten hat uns in Ballarat das Lake Wendouree Fairyland gefallen.




Nach der Stadtbesichtigung ging es schließlich weiter in die Grampians. Diesmal sind wir aus einer anderen Richtung als beim letzten Mal angereist. Auf dieser Strecke konnten wir jetzt auch die Auswirkungen des Feuers sehen, welches vor gut einem Monat in den Grampians gebrannt hatte.
Rechts und links der Straße über eine lange Strecke waren die Bäume vor allem im Bodenbereich schwarz. Die Baumkronen waren nicht immer in Mitleidenschaft gezogen. Es sah so aus, als hätte es vorwiegend am Boden gebrannt. Das war schon irgendwie bedrückend.
Halls Gap und der Campingplatz, wo wir uns wieder eine Hütte gemietet hatten, sind von den Feuern weitestgehend verschont geblieben. Hier konnte ich abends noch den Kängurus beim Grasen zusehen.

Am nächsten Tag haben wir bei kühlen 20 Grad eine Wanderrundtour von Halls Gap zu dem Chatauqua Peak unternommen. Das war zum großen Teil ein gut begehbarer Weg. Er ging vorbei an den Clematis Falls. Aber der Wasserfall ist zu dieser Jahreszeit ausgetrocknet.


Der weitere Weg schlängelte sich im Zickzack und zum Teil über Stufen den Berg hinauf. Nur die letzten 300 Meter zur Spitze haben uns noch einmal richtig zum Schwitzen gebracht.
Zum Einen konnte man nicht mehr immer so hundertprozentig sehen, wo der Weg längs ging, und zum Anderen musste man ganz schön über Felsen kraxeln und klettern.
An einer Stelle hatte ich eigentlich schon aufgegeben und wir wollten umkehren, aber dann haben wir doch noch eine Möglichkeit gefunden, wie ich den Felsen erklimmen kann.
Danach mussten wir noch durch eine Art Tunnel krabbeln, dann war das Schwierigste geschafft, zumindest wenn man keine Höhenangst hat.
Niels hat dann schon Pause gemacht, während ich die letzten Meter zum Peak alleine gelaufen bin. Dort oben wurden wir wieder mit einem tollen Rundumbick für unsere Mühen belohnt.







Der Abstieg war wieder relativ einfach, hat aber noch mal einen schönen Blick auf den Berg erlaubt.







Am nächsten Tag waren 26 Grad angesagt, deshalb haben wir diesmal einen flussbegleitenden Weg von Zumsteins über die Fish Falls zu den Mac Kenzie Falls gewählt.
Bis zu den Fish Falls war der Weg fast langweilig, jedenfalls im Vergleich zu den vorherigen Wegen. Aber die Fish Falls selbst waren schon mal sehr schön.
Und ab dort wurde der Weg interessanter, weil man tiefer in das Flusstal hinein kam und immer wieder über Felsen oder über den Fluss selbst geführt wurde.






Aber das Highlight waren eindeutig die Mac Kenzie Falls. Endlich mal ein richtiger Wasserfall mit ordentlich Wasser. Sehr beeindruckend. Hier haben wir eine ganze Weile Pause gemacht und den Anblick genossen, ehe wir den Rückweg angetreten haben.




Das letzte Stück des Rückwegs, ab den Fish Falls, hat sich ganz schön in die Länge gezogen. Im nach hinein gesehen wäre es vermutlich besser gewesen, zu den Mac Kenzie Falls von oben zu wandern (vom Mac Kenzie Falls Parkplatz) und dann noch weiter bis zu den Fish Falls und wieder zurück.
So oder so, die Mac Kenzie Falls sind auf jeden Fall sehenswert.
Am letzten Tag in den Grampians haben wir schließlich noch eine Tour zum Boronia Peak gemacht. Zum Startpunkt mussten wir einmal ganz ans andere Ende von Halls Gap. Diese Strecke (5 km) sind wir mit dem Pino gefahren.
Zunächst ging der Wanderweg sanft und ebenerdig los durch lichten Eukalyptuswald. Dort sind wir mal wieder Kängurus begegnet.

Schon bald ging es stetig bergauf. Dieser Weg bestand zum großen Teil aus steinernen Stufen, was uns bald ins Schwitzen gebracht hat. Ab und an konnte man zwischen den Eukalyptusbäumen immer mal einen Blick ins Tal oder auf die gegenüber liegende Bergkette erhaschen.
Das Beste kam, wie so oft, zum Schluss. Dort musste man, wie auch schon am Chatauqua Peak, noch ein bisschen über Felsen klettern, um den Gipfel zu erreichen.
Niels hat da wieder die Höhenangst gepackt, so dass ich den Gipfel wieder alleine erklimmen musste. Einerseits habe ich mich gefreut, das geschafft zu haben. Andererseits war ich ein bisschen traurig, dass Niels diesen wunderbaren Ausblick nicht sehen kann. Ich hätte gerne gemeinsam mit ihm dort oben gesessen.
So habe ich möglichst viele Fotos gemacht, damit er wenigstens so ein bisschen was davon sehen kann.
Dies ist eine kleine Auswahl nicht nur vom Gipfel.











Erkenntnisse:
– Wir sollten öfter in den Bergen Urlaub machen.
Hi Ihr Lieben, das sind ja wirklich wunderschöne Aufnahmen und echte
highlights!!! Diese Eindrücke wirken bestimmt sehr lange nach.
Genießt die Zeit, ich freue mich wenn ihr wieder hier seid! LG Inge
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