Rund um und durch Melbourne

Da wir gerne wieder Fahrrad fahren wollten, haben wir nach Möglichkeiten in der Nähe gesucht. Gefunden haben wir einen Track für eine Tour rund um Melbourne herum nur auf Fahrradwegen.

Das hörte sich sehr vielversprechend an. Und die Rundtour führte ganz in der Nähe von Carrum Downs vorbei, wo wir zurzeit wieder untergekommen waren.

Daher haben wir uns entschieden diese 260 km Rundtour zu beginnen. Für den ersten Tag haben wir uns 50 km vorgenommen, was uns bis zum Stadtteil Ringwood geführt hat, wo wir ganz in der Nähe des Radweges eine Unterkunft gefunden hatten.

Der Weg dorthin führte, wie versprochen, nur über separate Radwege und fast ausnahmslos nur durchs Grüne, wirklich sehr schön. Man merkte fast gar nicht, dass man in einer Großstadt unterwegs ist.

Auf einem Teil der Strecke wurden wir von Bell Miner Vögeln begleitet. So gut wir die Vögel hören konnten, gesehen haben wir keinen.

Bell Miner Glockenklang

Von Ringwood aus haben wir am nächsten Tag einen Abstecher in die Dandenong Ranges (ohne Gepäck, da wir in die gleiche Unterkunft zurück kehren konnten) unternommen. Das war zwar nicht Bestandteil der Rundtour um Melbourne, bot sich aber an, weil es von Ringwood aus einen Railtrail dorthin gibt.

Die Dandenong Ranges hatten uns Anette und Joachim empfohlen. Wir sind allerdings nicht in den von ihnen empfohlenen Ort Olinda gefahren, weil das zu viele Höhenmeter gewesen wären. Der 20 km Railtrail führte stattdessen nach Belgrave am Rand der Dandenong Ranges.

Auf dem Trail sind wir gut voran gekommen, obwohl es insgesamt vorwiegend sanft bergauf ging. Und so konnten wir bald schon in Belgrave die Graffitis am Ende des Trails bewundern.

Von Belgrave aus sind wir zu Fuß weiter gegangen. Wir hatten uns einen Rundwanderweg (ca 5 km) zu den Sherbrooke Falls rausgesucht. Dieser Weg führte bergauf durch den Wald aus Mountain Ashs und Baumfarnen.

Die Wasserfälle selbst konnte man allerdings nicht als solche erkennen. Sie führten wohl auch nur wenig Wasser. Aber sie waren auch ziemlich von Baumstämmen und Gestrüpp verschüttet. Das war nicht so schlimm. Der Weg war das Ziel. Und der Weg war sehr schön urig.

Mountain Ash
Baumfarn
Sherbrook Falls

Hinterher sind wir mit dem Fahrrad wieder die gleiche Strecke zurück nach Ringwood gefahren. Diesmal viel schneller als auf dem Hinweg, da es meist bergab ging 😜.

Am nächsten Tag sind wir weiter auf dem Rundweg um Melbourne gefahren, diesmal bis nach Broadmeadows in der Nähe vom Flughafen, was wieder ca. 50 km waren.

Und wieder verlief ein Großteil des Radweges sehr idyllisch im Grünen, meist flussbegleitend.

Nur die letzten Kilometer verliefen über den M80 Trail. Die M80 ist eine Stadtautobahn. Der Radweg verlief zwar etwas abseits des Motorways. Aber man hörte die Autos doch recht laut und auch die Umgebung war nicht mehr wirklich reizvoll.

Da der nächste Teil des Rundwegs zum großen Teil an der M80 weiter verlaufen wäre und wir da keine Lust drauf hatten, haben wir am nächsten Tag den Rundweg nicht weiter gefahren, sondern uns kurzerhand einen anderen Trail rausgesucht.

Dieser führte wieder durchs Grüne und meist flussbegleitend direkt bis ins Zentrum von Melbourne, wo wir in einem Hostel ein günstiges DZ bekommen konnten.

5. Tag: Wir haben beschlossen, in dem Hostel länger zu bleiben, da wir einerseits wieder eine Radfahrpause einlegen wollten und andererseits das lange Wochenende (Labourday am 11.03.24) überbrücken wollten. Daher stand ein Tag Stadtbesichtigung auf dem Programm.

Eigentlich wollten wir ins ACMI (Australian Center of Moving Image). Auf dem Weg zur Tram sind wir aber am Queen Victoria Market vorbei gekommen und dort hängen geblieben. Hier war diesmal wirklich ein richtiger Markt mit Obst/Gemüse, Fleisch/Fisch, aber auch Kleidung,  Schmuck, Souvenir s und allerlei Schnickschnack.

Als wir endlich alles gesehen hatten, war es bereits Mittagszeit. Also haben wir auf dem Markt eingekauft und anschließend im Hostel gekocht und gegessen. Lecker.

Erst relativ spät sind wir dann doch noch zum ACMI aufgebrochen. Dort gab es soviel Interessantes zu sehen und auszuprobieren, dass die 1 1/2 Stunden bis zum Feierabend nicht ausreichten, um alles anzusehen.

Zum Abschluss des Tages sind wir noch über das Gelände vom Moomba Festival geschlendert. Was das genau für ein Festival ist, haben wir nicht wirklich verstanden. Auf jeden Fall gab es einen Jahrmarkt/Kirmes und diverse sportliche Wettkämpfe/Vorführungen, z.B. Wasserski-Springen auf dem Yarra River.

6. Tag: Da für die nächsten Tage wieder mal eine Hitzewelle mit Temperaturen über 35 Grad angesagt waren, sind wir heute mit Temperaturen um die 25 Grad lieber noch einmal Fahrrad gefahren, als ins Museum zu gehen.

Diesmal haben wir eine Radtour auf dem Capital City Trail und dem Main Yarra Trail durch Melbourne gemacht. Das war ein schöner 35 km Rundkurs um die Innenstadt von Melbourne. Auch diese Tour verlief meist auf separaten Radwegen. Nur manchmal ging es durch ruhige Nebenstraßen.

7. Tag: 39 Grad waren angesagt, daher haben wir uns hauptsächlich in unserer klimatisierten Unterkunft aufgehalten und organisatorisches geregelt. Kurze Spaziergänge draußen haben uns davon überzeugt, dass es bei den Temperaturen besser ist, drinnen zu bleiben.

8. Tag: es war nochmals so heiß, wie am Vortag. Wir sind in eine neue Unterkunft umgezogen, auch mitten in der Innenstadt, aber in ein Hotel mit Pool. Trotzdem war es dort sogar günstiger, als im Hostel. Außerdem stand unser Fahrrad dort im Parkhaus auch sicherer, als in der Garage vom Hostel, wo Unbekannte den Inhalt unserer Werkzeugtasche  auf dem Boden verstreut und die kleine Luftpumpe geklaut hatten.

Nachdem wir uns im Hotel eingerichtet hatten, haben wir im klimatisierten ACMI den Rest der Ausstellung angesehen, der uns noch fehlte. Zu guter Letzt haben wir den Tag mit einer Abkühlung im Pool der neuen Unterkunft beendet.

Erkenntnisse

– es geht nichts über ein selbst gekochtes Essen 🤨

– es ist einfach schön, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

– in Melbourne kann man sehr gut Fahrrad fahren.

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