Great Ocean Road

Da wir jetzt unsere Tracks abgearbeitet haben und an unserem Primärziel angekommen sind, haben wir inzwischen unseren Rückflug gebucht. Am 20.03. geht es zurück, so dass wir am 21.03. in Hamburg ankommen.

Bis dahin haben wir uns entschieden, nach Adelaide zu fahren, und zwar über die Great Ocean Road, da diese uns vielfach empfohlen wurde.

Allerdings ist uns diese zu bergig und zu befahren von Autos, als dass wir dort mit dem Fahrrad lang fahren wollten (auch wenn es andere Radler gibt, die diese Strecke radeln).

Deshalb haben wir beschlossen, nochmals ein Mietauto zu nehmen und die Strecke mit dem Auto zu fahren. Das Tandem können wir solange bei Anette und Joachim in der Garage unterstellen. Vielen Dank dafür den beiden.

Also sind wir zunächst von Melbourne mit dem Fahrrad zurück nach Carrum Downs gefahren, diesmal über eine andere Strecke, aber gleichermaßen auf separaten Radwegen, so dass wir oft gar nicht gemerkt haben, dass wir durch eine Großstadt fahren.

Obwohl das eine schöne Strecke war, waren wir doch auch ein bisschen wehmütig, dass das jetzt eine unserer letzten Touren in Australien mit dem Fahrrad sein würde.

Am selben Abend haben wir das Fahrrad noch zu Anette und Joachim gebracht und am nächsten Morgen haben wir unser Mietauto in Frankston abgeholt.

Zunächst mussten wir nun auf die andere Seite von Melbourne nach Geelong fahren. Das hat schon 2 Stunden gedauert. Kurz hinter Geelong in Torquay beginnt die Great Ocean Road, die von ehemaligen Soldaten nach dem Ende des Ersten Weltkrieges als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme erbaut wurde und die gleichzeitig als Denkmal an die im Krieg gefallenen Kameraden dienen soll.

Ich war ein wenig skeptisch, ob diese Strecke wirklich so schön sein würde, schließlich hatten wir während unserer Reise schon einiges an schöner Küste gesehen.

Aber schon der erste Teil der Strecke bis zu unserer Unterkunft in Lavers Hill, dem höchstgelegenen Ort an der Great Ocean Road, hat uns sehr gut gefallen. Die Strecke schlängelt sich nicht nur an der Küste entlang mit tollen Ausblicken, sondern auch teilweise durchs bergige Hinterland, wo sie von Regenwald umsäumt ist. Kurzum es ist eine sehr abwechslungsreiche Strecke mit viel Natur.

Allerdings waren wir auch froh, sie mit dem Auto zu befahren. Mal abgesehen von den Höhenmetern hätten die engen Kurven ohne Seitenstreifen bei dem Verkehr das Fahrradfahren doch sehr gefährlich und ungemütlich gemacht.

Der zweite Teil der Strecke ist der Teil, für den die Straße vor allem von Touristen, wie uns, befahren wird. Der Küstenbereich besteht hier über weite Strecken aus Kalkstein, der vom Wasser ausgehöhlt wurde/wird. Er bietet Sehenswürdigkeiten, wie die sogenannten zwölf Apostel oder London Bridge. Alle paar Kilometer gibt es eine andere Sehenswürdigkeit mit Parkplatz und Aussichtsplattform, und wir haben uns hier sehr lange aufgehalten und viele, viele Fotos gemacht, so dass ich wieder Schwierigkeiten hatte, welche auszuwählen.

London Bridge
Von den 12 Aposteln stehen mittlerweile nur noch 7

Am Ende der Great Ocean Road sind wir noch weiter bis Portland gefahren, wo wir übernachtet haben.

Erkenntnisse:

– die Great Ocean Road ist zu Recht so beliebt

– auch Autofahren macht müde

– den einzigen Radreisenden mit Gepäck haben wir auf dieser Strecke gesehen, als wir mit dem Auto unterwegs waren. Hut ab.

2 Kommentare zu „Great Ocean Road“

  1. Hallo, ihr beiden,

    einerseits schade, andererseits absolut nachvollziehbar, dass ihr nach 4 1/2 Monaten wieder nach Hause wollt.

    Nochmals vielen Dank für die tollen Bilder und auch den Beiträgen dazu. Wir (wie ihr ja gut wisst ja selbst Pinofahrer) konnten in sehr vielen Situationen gut mit euch mitfühlen.

    Wieviel tausend Bilder habt ihr etwa gemacht? Auf unserer Tour durch Deutschland kamen wir in 30 Tagen auf >1200.

    Wir gehen davon aus, dass ihr auch in der Zeit bis zu eurer Abreise, wenn auch ohne Tandem, noch einige Beiträge einstellt.

    Wir wünschen euch weiterhin eine angenehme Reise.

    Viele Grüße aus dem heute sehr sonnigen Saarland (10 Grad C)

    Ruth & Karl

    PS: Sehen wir uns in Gengenbach?

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    1. Lieber Karl und Ruth,
      vielen Dank für die Grüße. Jetzt wird es höchste Zeit, dass wir Eure Fragen beantworten.
      Ich habe die Fotos nicht gezählt. Aber ich glaube nicht, dass wir soviel Fotos gemacht haben, wie Ihr. Ich schätze im Schnitt haben wir 10 – 15 Fotos pro Tag gemacht. Die meisten sind hier im Blog gelandet.
      Ich habe auch versucht, regelmäßig Fotos zu löschen, damit wirklich nur die Guten übrig bleiben.
      In Gengenbach sind wir nicht dabei. Ich kann nicht so kurz nach meiner 6 monatigen Pause schon wieder Urlaub nehmen. Aber wir werden sicher an Euch denken.
      Liebe Grüße zurück aus dem derzeit sehr heißen (39 Grad) Australien.
      Rita und Niels

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