Port Macquarie

Ursprünglich wollten wir nur 2 oder 3 Nächte hierbleiben. Aber dann haben wir geschaut, wo wir denn Weihnachten landen würden.

Da haben wir festgestellt, dass es bis Newcastle zu weit ist und die Orte auf dem Weg dahin zum Teil so klein sind, dass sie noch nicht mal immer einen ordentlichen Supermarkt haben.

Deshalb haben wir beschlossen, hier in Port Macquarie bis nach Weihnachten zu bleiben. Also haben wir zusätzlich zu den 3 Nächten im Motel noch 7 Nächte in einem Apartment gebucht, so dass wir uns auch über die Feiertage selbst verpflegen können.

Wiebke hat mir eine Aufnahme von „Go to him in Bethlehem“ vom Weihnachtskonzert meines Chors zukommen lassen, so dass wir hier im warmen Australien ein bisschen in Weihnachtsstimmung kommen können. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Aufgrund von Krankheit konnten nur 14 Personen ( statt sonst 30 – 35) an dem Auftritt teilnehmen. Ich finde, das Stück klingt trotzdem richtig gut👍.

18.12. Unser Hinterrad hat immer wieder Luft verloren. Heute haben wir uns die Zeit genommen, der Ursache auf den Grund zu gehen und haben festgestellt, dass wir uns wieder ein Loch eingefangen hatten. Wieso die Luft nie komplett entwichen ist, ist uns ein Rätsel. Wir haben auf jeden Fall den Schlauch ausgetauscht und jetzt ist wieder alles gut.

19.12.: Wir sind an der Küste spazieren gegangen und haben uns die Stadt angeschaut.

20.12. Umzug in das Apartment: Während wir darauf gewartet haben, dass wir einchecken können, haben wir einen GeoCache gesucht und gefunden. Nach dem Einzug in das Apartment haben wir erstmal Großeinkauf gemacht und dann lecker gekocht. Endlich mal wieder ordentliches Essen. Am Nachmittag hat es nur geregnet, da haben wir uns gefreut, dass wir nicht Radfahren müssen und haben die Füße hoch gelegt und gelesen.

21.12. Da es immer noch regnerisch und stürmisch ist, haben wir einen faulen Tag im Apartment verbracht. Ich habe u.a. versucht Unterkünfte für die Zeit nach Weihnachten zu finden, bin aber bisher nicht erfolgreich gewesen. Zwischendurch haben wir eine Runde zu Fuß am Strand entlang gedreht.

22.12. Wir haben nochmals nach Unterkünften für die Zeit nach Weihnachten geschaut und waren diesmal erfolgreich. Bis ins neue Jahr sind wir erstmal versorgt, danach sieht noch schwierig aus.

Am Nachmittag haben wir noch eine Runde mit dem Fahrrad gedreht und ein Kajak für den nächsten Tag gebucht.

23.12. Wir sind mit dem Kajak gefahren, eine 5 km Tour um die Pelican Island. Da die Kajaks keine richtigen Sitze hatten, wir also ohne Rückenlehne unterwegs waren, war das echt anstrengend und wir haben eine zeitlang sogar das Kajak im seichten Wasser spazieren gezogen 😳, um den Rücken eine Weile zu entlasten. So richtig konnten wir die Tour nicht genießen.

24.12. – 26.12. Weihnachten:

Wir wünschen allen, die uns hier auf unserer Tour begleiten ein frohes und erholsames Weihnachtsfest im Kreis der Familie.

Erkenntnisse

– Wir bleiben beim Fahrrad als Fortbewegungsmittel.

– Ohne Familie ist Weihnachten kein richtiges Weihnachten

On the road again

Wer Genaueres über die Strecken wissen möchte, die wir fahren, findet auf folgender Homepage die Tracks, denen wir folgen: https://www.nswcoastcycle.com

Ohne diese Homepage wären wir vermutlich nicht in Australien gelandet.

Nach Urunga

Von Coffs Harbour aus ging es ausgeruht nach Urunga. Die Strecke ließ sich gut fahren, war aber nichts besonderes.

Auch der Ort hatte nicht viel zu bieten. Aber wir haben die schützende Hand Gottes über uns gesehen 😇

Nach Stuarts Point

Unser nächstes Ziel war Stuarts Point. Die Strecke dorthin war sowohl landschaftlich als auch vom Verkehr her sehr schön. Allerdings war sie auch sehr anstrengend, da es wieder viel auf und ab (undulating) ging. 

Daher brauchten wir ca. 5 km vor unserem Ziel nochmal eine Pause, insbesondere da schon wieder eine ordentliche Steigung vor uns lag. Mehr oder weniger zufällig entdeckten wir dort einen Zugang zu einem Strand. Der kam wie gerufen. Anfangs waren wir noch ganz alleine dort, doch bald kamen vereinzelte Spaziergänger.

Als wir eigentlich so langsam wieder weiter wollten, kamen wir mit John ins Gespräch, einem Engländer, der früher auch mal mit dem Rad durch Irland und England geradelt ist. Allerdings ist er bereits vor 50 Jahren nach Australien ausgewandert und fühlt sich inzwischen als Australier.

Er hat uns von einer Höhle erzählt, die sich in den Felsen am Ende des Strandes befindet und die zumindest früher von den Aborigine-Frauen zum Gebären aufgesucht wurde. Die habe ich mir dann noch angesehen. Ich fand vor allem die Felsen beeindruckend, die zum Teil pechschwarz glänzten oder rötlich-schwarz marmoriert waren.

Wir haben dann vor John den Strand wieder verlassen und haben uns mit unserem Fahrrad die nächsten beiden Hügel hinauf gekämpft.

Da hat uns John mit dem Auto überholt. Und weil er so begeistert von unserem Fahrrad war und wusste, wo wir übernachten würden, hat er an unserer Unterkunft auf uns gewartet, ein Foto von uns gemacht und uns angeboten, einen von uns im Auto mit in den Ort zum Supermarkt zu nehmen und hinterher wieder zurück zu bringen.

Da der Ort nochmal 3-4 km entfernt lag, haben wir das Angebot dankend angenommen. John hat mir dann außerdem den halben Ort gezeigt und noch seine Tochter vorgestellt, bevor ich beim Supermarkt unsere Vorräte aufgestockt habe.

Nach South West Rocks

Ich hatte beim Auschecken gefragt, ob es wohl Regen geben würde. Antwort: Vermutlich nicht, meist kommt dort kein Regen an. Kaum waren wir eine halbe Stunde unterwegs begann es zu regnen. Erst nur ein paar angenehme Tropfen, dann immerhin soviel mehr, dass ich mir die Regenjacke angezogen habe, um so auch das Handy, welches wir für die Navigation nutzen, vor Feuchtigkeit zu schützen.

Wir sind dann noch ca. 5 Minuten weiter gefahren, dann wurde der Regen so stark, dass wir uns doch lieber unterstellen wollten, bis das Gröbste vorbei war. Leider sind die Eukalyptus – Bäume dafür nicht geeignet, sie lassen zuviel Regen durch. Nachdem Niels schon ganz durchnässt war, haben wir doch noch eine einigermaßen geeignete Stelle gefunden. Dort haben wir dann doch alle Regenklamotten angezogen und sind weitergefahren. Hätten wir das mal früher gemacht. Kaum waren wir angezogen und sind weitergefahren, hat der Regen aufgehört und die Sonne kam wieder raus.☀️

Die weitere Strecke ist ganz ok. Nur die letzten 15 km verlaufen an einer Straße ohne nennenswerten Seitenstreifen. Leider ist dafür für unseren Geschmack zuviel Verkehr und außerdem Gegenwind. Daher sind wir froh, an der Unterkunft anzukommen.

Nach Crescent Head

… war mal wieder eine wirklich schöne Tour. Es ging die ganze Zeit an einem Fluss entlang auf einer kleinen kaum befahrenen (ganze 4 Autos) Strasse. Auch landschaftlich war die Strecke abwechslungsreich. In null Komma nichts waren wir am Ziel.

Dort genießen wir den Strand und die Landschaft bevor wir uns zu unserer Unterkunft aufmachen.

Die Unterkunft in Crescent Head konnten wir leider nicht genießen. An sich war sie nicht schlecht; ein alter Wohnwagen mit angebautem Bad und guter Küche auf der überdachten Terrasse mitten im Grünen.

Obwohl an sich alles sauber war, hatten sich leider Ameisen im Badezimmerschrank breit gemacht und den stickigen Wohnwagen hatten trotz Fliegengittern die Mücken für sich beansprucht. Ein unangenehmer Geruch nach Hund oder sonstigem Tier hat das Unbehagen verstärkt.

Damit wir wenigstens nachts vor den Mücken geschützt waren, haben wir zum ersten Mal unser (Innen -)Zelt aufgebaut:

Zelt auf dem Bett

Trotzdem haben wir nicht so gut geschlafen, denn es war zu warm und das Unbehagen blieb.

Nach Port Macquarie

Nach einer unruhigen Nacht waren wir nicht wirklich ausgeruht. Deshalb konnten wir die Strecke nach Port Macquarie nicht wirklich genießen.

An sich war sie gar nicht schlecht, da kaum Verkehr und keine Steigungen. Aber der größte Teil der Strecke bestand aus Schotterstraße durch Eukalyptus – Wald. Immerhin war die Schotterstraße einigermaßen gut befahrbar. Nur die immer wiederkehrenden Treckerrillen sorgten für einen wunden Po bei Niels, weswegen wir zwischendurch Plätze getauscht haben.

Außerdem hatten wir fast durchgehend Gegenwind, auf Dauer war die Landschaft recht eintönig und es gab wieder mal keine Möglichkeit für eine Pause, außer stehenderweise am Straßenrand. Kurzum, wir sind froh in Port Macquarie zu sein, einem größeren Ort. wo wir mindestens 2 Nächte bleiben wollen.


Erkenntnisse

– bei Regen sollte man sofort alle Regenklamotten anziehen, so dass der Regen wieder aufhört. 😁

– Wenn man die Wahl hat, ist man wählerisch. Erst wenn man keine Wahl mehr hat, freut man sich etwas gefunden zu haben.

– Wir sind und bleiben keine Camper.

Coffs Harbour

Die Tour von Corindi Beach nach Coffs Harbour war eine landschaftlich und verkehrstechnisch sehr schöne, wenn auch fordernde Tour.

Gleich am Anfang haben wir auf einem Golfplatz Kängurus gesichtet. Die hatten so gar keine Angst vor uns, insofern vermuten wir, dass sie dort gehalten wurden, evtl um das Gras kurz zu halten?

Wenige Zeit später haben wir in einem Vorgarten noch welche entdeckt. Wir waren entzückt, der Vorgartenbesitzer womöglich weniger.

Auf dem Radweg hatten wir einiges an Höhenmetern zu bewältigen, oft „undulating“ (wellenförmig / sanft hügelig) wie man hier so schön sagt. Oft konnten wir den Schwung von der Abfahrt des einen Hügels für die Auffahrt auf den nächsten Hügel nutzen, so dass wir kräftemäßig ganz gut klar gekommen sind.

Allerdings gab es auch einen Berg, den wir uns hinaufschrauben mussten. In Serpentinen ging es stetig bergauf. Aber auch das haben wir hinbekommen ohne zu schieben. Der Blick von oben war wirklich schön. Vor allem aber waren wir Flachlandindianer stolz, dass wir es geschafft haben.

Allerdings waren wir schließlich doch froh in der Unterkunft anzukommen. Und da es sich bei Coffs Harbour um einen größeren Ort handelt und uns auch noch die Touren von der Hitzewelle in den Knochen steckten, sind wir dort 3 Tage geblieben.

Neben Schwimmen im Meer haben wir einen Spaziergang über die Muttonbird Island gemacht, welche dem Muttonbird (Sturmtaucher) als Brutstätte dient. Die ganze Insel war von Löchern durchsetzt, die wohl von dem Vogel als Nest gegraben werden.

Desweiteren haben wir sicherheitshalber die Bremsbeläge für unsere Hinterradbremse ausgetauscht, da es hier einen ordentlichen Fahrradladen gab und wir waren ein bisschen Schaufenster bummeln.

Eindrücke aus Coffs Harbour

Waterdragon bei der Unterkunft
Bei Ebbe konnten wir zu dieser Insel rüber waten
Pause

Erkenntnisse

– eine Pause tut auch mal gut

– ein ordentlichesr Supermarkt in der Nähe hilft ungemein

– Mag die Umterkunft noch so runtergerockt sein, ein Bügelbrett mit Bügeleisen gibt es immer

Tour ins Ungewisse

Die nächste Strecke von Grafton nach Corindi Beach sollte wieder knapp 65 km lang sein, diesmal aber mit einigen Höhenmetern mehr und bei gleichbleibenden Temperaturen.

Da uns die beiden letzten Tage noch in den Knochen lagen, haben wir uns das nicht zugetraut, zumal wir auch verhältnismäßig viel Verkehr vermuteten. Deshalb haben wir bei Airbnb geschaut, ob es nicht zufällig doch irgendwo an der Strecke eine geeignete Unterkunft gibt.

Und siehe da, bei Halfway Creek ungefähr nach 40 km sollte es eine Unterkunft geben. Diese haben wir dann auch sofort gebucht.

Nach dem Buchen haben wir erst die genaue Adresse erfahren (das ist bei Airbnb so üblich). Da stellte sich dann heraus, dass diese Adresse nur vom Motorway aus zu erreichen ist und zwar nur aus der einen Richtung.

Das bedeutete für uns im Endeffekt, dass wir zweimal auf dem Motorway die Richtung wechseln müssten.

Das ist für Autos relativ unproblematisch. Es gibt für diesen Zweck immer mal wieder sogenannte U-Turns. Das heißt, es gibt in der Mitte des Motorways eine Art Abbiegerspur, mit der man dann mittels 180 Grad Kurve in die entgegen gesetzte Fahrbahn/Fahrtrichtung wechseln kann. Wenn ein Rastplatz nur auf einer Seite erreichbar ist oder eben, wie in unserem Fall eine Adresse, dann gibt es diese U-Turns.

Mit dem Fahrrad bedeutete das allerdings von dem linksliegenden Seitenstreifen einmal die zwei Fahrspuren zu kreuzen, um auf den U-Turn zu kommen und dann wieder die zwei Fahrbahnen in der Gegenrichtung zu kreuzen, um von dem U-Turn wieder zum Seitenstreifen zu kommen. Also etwas, was wir eigentlich vermeiden wollten, zumal uns auch nicht klar war, ob das für Fahrräder überhaupt erlaubt ist.

Stornieren der Buchung war nicht möglich und wir hätten auch keine wirkliche Alternative für die Nacht gehabt. Also haben wir geschaut, ob es nicht doch einen anderen Weg zur Unterkunft gibt. Unsere Fahrrad Apps Naviki und komoot waren sich einig, dass es keinen anderen Weg gibt. Aber google maps hat tatsächlich einen anderen Weg angezeigt. Allerdings war bei Google earth zu erkennen, dass es sich um Schotterstraßen handeln würde. Es war also nicht klar, ob wir diese Strecke mit unserem Tandem wirklich fahren können würden. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass es Teile dieser Strecke so gar nicht mehr gibt.

Wir haben dann entschieden vor Ort zu entscheiden, welche Strecke wir fahren wollen. Aber dementsprechend unruhig haben wir geschlafen, weil alles so ungewiss war.

Auf jeden Fall sind wir für unsere Verhältnisse früh morgens (gegen 7:30h) losgefahren, weil wir einen Großteil der Strecke zurück legen wollten, bevor es wieder richtig heiß wird.

Das war eine gute Entscheidung. Und auch die Strecke war unerwartet schön und abwechslungsreich; mal durch Wald, dann durch Felder und Wiesen und an Obstplantagen entlang und vor allem kaum Verkehr. Selbst die Steigungen waren machbar.

So waren wir relativ früh an dem Punkt, wo wir uns entscheiden mussten, welche Strecke wir fahren wollen. Der Schotterweg sah machbar aus. Und da es sich insgesamt auch nur um 8 km handelte, entschieden wir uns für die Schotterstrecke. Tatsächlich ließ sie sich ganz gut fahren. Nur ab und an mussten wir absteigen und schieben, weil es zu sandig wurde. Die neue Speiche hat auch gut gehalten.

Allerdings hat sich meine Befürchtung bewahrheitet. Nach ca. der Hälfte der Strecke war auf einmal der Weg durch einen Zaun mit Tor versperrt (mitten im Wald) mit der Aufschrift „private property, no trespassing“. Also kein Durchkommen. Wir haben dann noch einen anderen Weg versucht. Aber da kam uns ein Arbeitsfahrzeug entgegen und der Fahrer meinte, auch dieser Weg führt nur zu einer Farm.

Also sind wir notgedrungen umgekehrt und sind doch über den Motorway gefahren. Das Kreuzen des Motorways mit Hilfe des U-turns war dann doch einfacher als gedacht, da die Höchstgeschwindigkeit bei 110 km/h liegt und der Motorway lang nicht so viel befahren ist, wie bei uns die Autobahn. Es gibt immer wieder große Lücken zwischen den Fahrzeugen und die haben wir genutzt.

Glücklich in der Unterkunft haben wir den Rest des Tages gechillt. Etwas anderes konnten wir auch nicht tun, denn schließlich wollten wir nicht noch einmal den Motorway kreuzen.

Für den Folgetag haben wir uns dann eine Unterkunft in Corindi Beach gesucht, d.h. wir hatten nur eine kurze Strecke zu fahren.

Da wir wieder früh morgens aufgebrochen sind, waren wir schon gegen 10 Uhr an unserer Unterkunft, wo wir immerhin unser Gepäck schon abladen konnten.

Dann sind wir an den Strand weitergefahren, wo wir uns im Meer abgekühlt haben. Später am Tag sind wir noch zum Einkaufen in den Nachbarort gefahren, so dass wir am Ende des Tages doch wieder ca. 50 km auf dem Tacho hatten.

Corindi Beach

Erkenntnisse

– auf Google Maps ist nicht immer Verlass

– ein Umweg macht den Weg manchmal erst interessant

Hitzewelle

Von Evans Head ging es weiter nach Iluka. Mit 64 km war das eine unserer längeren Strecken. Hinzu kam, dass die Strecke zum großen Teil am Motorway (vergleichbar mit einer Autobahn, allerdings nicht so befahren wie bei uns und Höchstgeschwindigkeit 110 km/h) entlang ging. Mit dem Fahrrad darf man hier in New South Wales den Seitenstreifen (ähnlich breit wie bei uns) befahren. Tatsächlich find ich das besser, als an einer vielbefahrenen Straße ohne Seitenstreifen.

Trotzdem hatte diese Tour einen entscheidenden Nachteil. Bei 35 °C im Schatten gab es leider keinen Schatten und die eine Rastmöglichkeit, die es gab, lag an der Gegenfahrbahn, wo wir mit dem Fahrrad leider nicht hinkamen. Daher gab es auch keine Möglichkeit unsere Wasservorräte aufzustocken.

Durch die Hitze war diese Tour sehr ermüdend und Niels hat Probleme mit dem Kreislauf. Wir haben dann doch mal in einer Haltebucht für die Trucker Rast gemacht, einigermaßen im Schatten auf der Böschung sitzend. Danach haben wir für eine Weile Plätze gewechselt, so dass Niels sich wieder ein bisschen erholen konnte.

Unsere letzten Wasservorräte waren ca. 5 km, bevor wir vom Motorway abfahren mussten, aufgebraucht. Dementsprechend waren wir sehr dankbar für den kleinen Tankstellenshop nach dem Motorway. Dort haben wir uns erstmal wieder mit Wasser eingedeckt und uns ein kühles Getränk für den sofortigen Verzehr besorgt. Auch die Klimaanlage in dem Shop haben wir sehr genossen.

Die letzten knapp 15 km waren eigentlich noch ganz schön von der Strecke her. Aber da wir ganz schön platt waren und endlich ankommen wollten, haben sie sich noch ganz schön hin gezogen. Wir waren auf jeden Fall froh, an der Unterkunft anzukommen.

Wir haben dann später noch den Ort erkundet, um zu sehen, ob wir eventuell eine Nacht länger bleiben wollen. Aber der Ort hatte außer einem Club für alte Leute nicht viel zu bieten, so dass wir uns doch entschieden, gleich am nächsten Tag weiter zu fahren.

Wieder einigermaßen frisch in Iluka

Die nächste Strecke nach Grafton im Inland klang sehr vielversprechend. Zwar mit gut 60 km wieder verhältnismäßig lang, sollte es nach einer kurzen Fährfahrt die meiste Zeit auf ländlichen Straßen an einem Fluss entlang gehen ohne große Steigungen.

Die Fährfahrt war mal was anderes. Wir kamen ohne große Anstrengung gut voran 😁.

Uferblick

Danach kam allerdings erstmal wieder eine „Durst“strecke, denn es ging zwar am Fluss entlang, aber die Straße war doch ziemlich befahren und hatte keinen Seitenstreifen. Die meisten Autos halten zwar einigermaßen Abstand, aber eben nicht alle. So kamen wir nicht nur wegen der Hitze ganz schön ins Schwitzen.

Wir haben schon befürchtet, dass die ganze Strecke so weiter gehen würde. Aber Gott sei Dank hatte dieser Teil der Tour in MacLean ein Ende. Von nun an begannen tatsächlich die ländlichen Straßen mit nur hin und wieder einem Auto.

Abgesehen von den Temperaturen (wieder Mitte 30) hätte diese Strecke auch bei uns stattfinden können. Es ging am Fluss entlang vorbei an Feldern oder Kuhweiden.

Leider gab es auch hier wenig Schatten und keine Möglichkeit, die Wasservorräte aufzustocken, so dass wir wieder ganz schön geschwitzt haben.

Irgendwann gab es dann mitten im Nirgendwo in einem Ort mit 3 Häusern einen Rastplatz mit Sitzbänken, Toiletten und schattenspendenden Bäumen. Auch wenn wir uns gefragt haben, für wen dieser Platz wohl gedacht war, so waren wir doch sehr dankbar, denn eine ordentliche Pause im Schatten hatten wir dringend nötig.

Irgendwo im Nirgendwo

Die Pause hat uns die notwendige Kraft für die letzten Kilometer bis nach Grafton und zu unserer Unterkunft gegeben.

Erkenntnisse

– ausreichend Wasservorräte sind essentiell

– es geht nichts über eine gute Dusche und ein kühles Getränk nach einer anstrengenden Tour.

Vom Regen in die Traufe

Nach Ballina sind wir auch trotz schlechter Bremsbeläge gut gefahren, da sie kaum nennenswerte Steigungen oder Abfahrten hatte. Die zweite Hälfte der Strecke war auch wieder ein sehr schöner Radweg getrennt von den Autos und schließlich ging es über eine Art Damm nach Ballina rein.

Damm nach Ballina

In Ballina konnten wir erfolgreich passende Bremsbeläge bekommen und haben diese dann auch ohne Probleme selbst ausgetauscht.

Da wir beide, obwohl die letzten beiden Strecken nicht ganz so lang waren, irgendwie geschafft waren und es im nächsten Zielort keine Unterkunft für die nächste Nacht gab, haben wir in Ballina noch einen Tag angehängt. Zunächst sind wir wieder am Strand entlang zu Fuß gelaufen, später haben wir die Stadt noch mit dem Fahrrad erkundet.

Zu guter Letzt sind wir noch mal über den Damm geradelt und haben festgestellt, dass man in der anderen Richtung noch sozusagen bis auf eine Landzunge radeln konnten.

Dort hielten sich bereits einige Familien auf und wir haben festgestellt, dass man von dort aus Delphine sehen konnte. Die sind zum Teil recht nah an die Surfer ran geschwommen, die sich in der Brandung tummelten. Da wäre ich gerne auch Schwimmen gegangen. Dummerweise hatte ich mein Schwimmzeug nicht dabei.

Am nächsten Tag ging es dann mit frischen Bremsen nach Evans Head. Das war eine schöne Strecke, bei der wir auf Rat der Einheimischen vom Track abgewichen sind.

Wir wissen zwar nicht, wie die andere Strecke gewesen wäre. Aber die neue Route ließ sich gut fahren, da wenig Verkehr. Diese Strecke war von der Landschaft her mal anders und hat mich an zu Hause erinnert. Alles flach, rechts war ein Fluß und links Felder, und zwar Zuckerrohr, statt wie bei uns Maisfelder.

Zugbrücke auf dem Weg nach Evans Head
Fledermäuse/Flughunde am Abendhimmel in Evans Head

Da die nächste Strecke nach Yamba wieder fast ausschließlich am Motorway entlang führen sollte, haben wir über diverse Routenplaner nach einer Alternative gesucht. Diese wollten wir abends schon mal ohne Gepäck ein Stück befahren, um zu sehen, ob die Schotterstrecke überhaupt für unser Tandem befahrbar ist.

Leider mussten wir feststellen, dass man die Strecke nicht fahren kann, da sie durch Militärgebiet führt. Wahrscheinlich wäre die Schotterstrecke auf Dauer auch zu anstrengend gewesen.

Als wir dann umgedreht sind, haben wir ein merkwürdiges Klappern vernommen und mussten feststellen, dass im Hinterrad eine Speiche gebrochen ist. So ein Mist, da war unser Tandem gerade erst repariert und nun gleich das nächste Problem. Natürlich hatten wir keine Ersatzspeichen dabei, jedenfalls nicht für das Hinterrad.

Jetzt war guter Rat teuer. Evans Head ist zu klein und hat daher keinen Fahrradladen. Unsere beste Option war wieder Ballina, wo wir auch unsere Bremsbeläge gekauft haben.

Da wir aber die Strecke nicht mit gebrochener Speiche fahren können, haben wir beschlossen in unserer Unterkunft in Evans Head noch eine Nacht anzuhängen und dann am nächsten Tag mit dem Bus und dem Hinterrad im Gepäck nach Ballina zu fahren, in der Hoffnung, dass wenigstens einer der beiden Fahrradläden die notwendige Speiche auf Lager hat und auch Zeit hat, sie einzubauen.

Der erste Fahrradladen hatte genau an dem Tag schon mal geschlossen. Der andere, bei dem wir auch unsere Bremsbeläge bekommen hatten, war aber Gott sei Dank geöffnet. Genau die Speiche, die wir gebraucht hätten, gibt es hier in Australien wohl nicht zu bekommen. Die Länge ist aufgrund der Rohloffnabe zu ungewöhnlich.

Letztendlich wurde eine bzw. 4 Speichen (3 als Ersatz) eingekürzt, so dass sie dann bei uns eingebaut werden konnten.

Wir waren ein bisschen skeptisch, ob das so funktioniert. Aber wir hatten keine Alternative.

Auf jeden Fall haben wir noch mal eine Nacht die Unterkunft verlängert, da die Reparatur erst am Folgetag durchgeführt werden konnte.

Heute haben wir das Hinterrad mit der neuen Speiche im Fahrradladen abgeholt und eine erste kurze Probefahrt ohne Gepäck war vielversprechend.

Morgen wollen wir also nach 3 Tagen Zwangspause wieder weiter fahren. Von daher hoffen wir das Beste.

Erkenntnisse

– man sollte immer sein Schwimmzeug dabei haben

– die Auswahl auf australischen Speisekarten ist sehr begrenzt.

– bei 28°C im Schatten kommt trotz weihnachtlicher Deko keine Weihnachtsstimmung auf

Von der Gold Coast nach Byron Bay

Von der Runaway Bay ging es weiter nach Coolangatta bzw. Tweed Heads. Die Strecke verlief wieder nur an der Küste entlang über Surfers Paradise, Florida Gardens und diverse andere nette Orte. Am Miami Beach z.B. haben wir Pause gemacht und ich bin eine Runde schwimmen gegangen.

Der Küstenweg war sehr belebt, so dass wir nicht ganz so schnell vorangekommen sind, weil wir auf die vielen Fußgänger und Jogger achten mussten. Die Australier scheinen sehr gesundheitsbewusst zu sein. Überall sieht man Jogger, oder Leute, die draußen Sport treiben. Es gibt auch immer wieder öffentliche Fitnessgeräte, die auch genutzt werden. Wir sind also nicht die einzigen Idioten, die in der Sonne schwitzen.

Allerdings hatten wir diesmal Pech. Ungefähr 10 km vor unserem Ziel, wir hatten es uns gerade unter einem typischen Pausenhäuschen bequem gemacht, fing es an zu regnen. Erst dachten wir noch, wie schön, dass wir gerade trocken sitzen.

Aber leider hörte der Regen nicht mehr auf. In einer kurzen Regenpause sind wir dann schließlich wieder losgefahren, aber leider ging es dann doch bald wieder weiter, so dass wir bald zumindest untenrum nass bis auf die Unterhose waren, da wir nur die Regenjacken angezogen hatten.

Wenigstens war es einigermaßen warm dabei. Aber genießen konnten wir die restliche Fahrt nicht mehr. Immerhin hatte unsere Unterkunft dann erfreulicherweise eine Waschmaschine nebst Trockner, so dass wir unsere nassen Klamotten zusammen mit unserer Schmutzwäsche schnell sauber und wieder trocken bekommen haben.

Blick auf Surfers Paradise, leider wird nur der Strand dem Namen gerecht.
Pause unterwegs

Am nächsten Tag hat es morgens noch ein bisschen angenehm gedrisselt, aber schon bald kam die Sonne wieder raus.

Für diesen Tag war Brunswick Heads unser Ziel, was zur Hälfte eine schöne Strecke am Meer entlang war und zur Hälfte durch das Inland ging. Inland bedeutete in diesem Fall mal andere Landschaft, z. B. Landwirtschaft, aber leider auch hügelig. Zu guter Letzt ging es auch noch wieder mal am Highway lang mit teilweise schmalem Seitenstreifen.

Wir sind dann letztendlich von unserem Track abgewichen, weil der Seitenstreifen schmal wurde und es stark bergauf ging. Das war uns zu gefährlich. Da haben wir lieber einen Umweg durch ruhige Ortsstraßen in Kauf genommen. Dummerweise haben wir dabei auch den steilsten Hügel erwischt.

Zunächst haben wir uns da heraufgequält und bei der steilen Abfahrt auf der anderen Seite haben wir anscheinend unsere Bremsbeläge an der Vorderradbremse aufgebraucht. Sie bremste zwar noch, machte aber unschöne Geräusche. Zum Glück war das auch der letzte Hügel vor unserer Unterkunft.

Begegnung in Brunswick Heads

Brunswick Heads war zwar ein ganz netter Ort, aber zu klein für einen Fahrradladen. Dementsprechend haben wir unsere nächste Unterkunft in Byron Bay gesucht, einem größeren Ort, der mehrere Fahrradläden hat, und der nur 20 km ohne Steigungen entfernt lag.

Nach Byron Bay war wieder keine schöne Strecke. Es ging großenteils auf dem Seitenstreifen des Motorways entlang. Stellenweise war der echt schmal, so dass wir uns gefragt haben, ob das überhaupt noch für Fahrradfahren erlaubt ist. Aber war dann doch wohl richtig, und wir sind letztendlich gut in Byron Bay angekommen.

Byron Bay ist eine Küstenstadt, in der sich etliche junge Touristen tummeln, mit vielen netten Läden und einem tollen Strand. Hier hätte ich gerne mehr Zeit gehabt, um die Stadt anzuschauen. Aber weil wir zunächst die Sache mit den Bremsen geklärt wissen wollten, blieb dafür keine Zeit mehr.

Leider hatte der Fahrradladen nicht die nötigen Bremsbeläge. Aber er hat für uns telefonisch geklärt, dass der Fahrradladen in Ballina die passenden hat. Damit stand unser nächstes Ziel fest.

Erkenntnisse

– Fahrradfahren im Regen macht auch bei warmen Temperaturen keinen Spaß.

– bei einer Fahrradinspektion werden wohl keine Bremsbeläge geprüft.

– Die Essensportionen entsprechen dem deutschen Seniorenteller.

Highways und Highlights

Die Rücktour nach Brisbane ist relativ unspektakulär verlaufen. Bis zum Bahnhof verlief die Strecke fast ausschließlich am Highway entlang, Gott sei Dank immer mit gutem, breitem Seitenstreifen oder extra abgetrenntem Radweg. Da haben wir ganz schön Gas gegeben, so dass wir Recht früh am Bahnhof waren und dort noch eine gute Stunde Zeit hatten. Die haben wir genutzt, um im Cafe gegenüber ein kaltes Getränk zu trinken.

Die Zugfahrt mit Fahrrad war gar kein Problem. Auf Rat des Bahnangestellten sind wir in den letzten Waggon eingestiegen, der viel Platz für Rollstuhlfahrer und dergleichen bereit hielt und außerdem sonst so gut wie leer war.

Wir sind dann bis Fortitude Valley in Brisbane gefahren, wo wir uns noch Chinatown ansehen wollten. Das war allerdings eher eine Enttäuschung. Wirklich viel chinesisches gab es dort nicht zu sehen. Allerdings ist in Fortitude Valley auch die „Fress/Partymeile von Brisbane, so dass wir dort noch lecker gegessen haben, bevor wir weiter gefahren sind zu unserer Unterkunft am Rande von Brisbane. Diese Strecke kannten wir schon zum Teil. Aber da sie so schön am Brisbane River entlang führt, wollten wir sie noch einmal fahren.

Wenn wir allerdings gewusst hätten, dass die Gateway Bridge, mit der wir den Fluss schließlich überqueren sollten, so hoch ist (64,5 m und 1,6 km lang), hätten wir eventuell einen anderen Weg genommen. Das war eine ganz schöne Plackerei, dort hochzufahren. Der Ausblick war allerdings nicht schlecht und die Abfahrt war viel zu schnell vorbei.


Am Brisbane River entlang

Fremd gegangen

Ausblick von der Gateway Bridge

Die Strecke am nächsten Tag von Brisbane in Richtung Süden bis zur Redland Bay verlief wieder über den Moreton Bay Cycleway. Den waren wir auch in nördlicher Richtung schon gefahren. Und der ist auf jeden Fall empfehlenswert. Er verläuft größtenteils auf extra Wegen entlang der Küste, die man sich höchstens mit Fußgängern teilen muss oder auf eigens angelegten Pfaden durch reine Waldgebiete mit uriger Vegetation. Dort haben wir als Highlight unseren ersten Koala 🐨 hoch oben in einem Eukalyptusbaum entdeckt. Mit Niels Handykamera konnten wir ihn trotz der Entfernung einigermaßen gut fotografieren.

Hier ist er versteckt

Die Fahrt von Redland Bay zu unserer aktuellen Unterkunft war dann wieder weniger schön, verlief sie doch wieder großenteils am Highway oder auf Zubringerstraßen entlang des Motorways. Da gab es nicht viel zu sehen.

In unserer jetzigen Unterkunft in der Runaway Bay sind wir wieder 2 Nächte geblieben. Heute haben wir das Fahrrad wieder stehen gelassen und sind wieder zu Fuß am Strand entlang gelaufen. Da hier noch kleine Inseln vorgelagert sind, ist das Meer entsprechend ruhig und es gibt kaum Brandung.

Das Highlight des heutigen Tages war eine kleine Lagune, über der wir schon von weitem große Vögel kreisen sahen. Als wir näher heran kamen, stellte sich heraus, dass es sich um Pelikane handelte. Die waren allerdings ziemlich zahm und ließen sich von den Menschen kaum stören. Sie warteten anscheinend auf ihre Fütterung, die regelmäßig Mittags dort stattfindet. Später auf unserem Rückweg, nach der Fütterung, waren sie dann auch komplett verschwunden.

Erkenntnisse

– der richtige Zeitpunkt ist manchmal entscheidend

– Truckermotels sind erstaunlich sauber

– Auf der Tour ist es heiss wie in einer Sauna und es riecht wie nach einem Eukalyptusaufguss

Sightseeing

In Noosa haben wir uns erstmal den Noosa National Park angesehen. Das ist vorwiegend ein Weg entlang der Küste durch die hier vorherrschende Vegetation mit vereinzelten Erklärungen und Aussichtspunkten.

Wir waren ein wenig enttäuscht davon, da sich  die Vegetation nicht wirklich von der übrigen Natur, durch die wir auf unseren Radtouren gefahren sind, unterschieden hat.

Und auch die Delphine, die man an einem Aussichtspunkt sehen können soll, haben sich nicht blicken lassen.

Dafür hat uns der Weg zu dem National Park und die Küste in Noosa sehr gut gefallen.

Noosa selbst ist ein relativ großer Ort mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. Das haben wir genutzt, um für Niels noch 2 langärmlige Outdoor-Hemden zu besorgen, denn sein aktuelles ist schon ziemlich in die Jahre gekommen und wird immer dünner.


Eindrücke von Noosa


Wir haben uns in Noosa entschieden nicht weiter nach Norden zu fahren, sondern jetzt den Weg Richtung Süden anzutreten, für den wir auch eine Wegbeschreibung haben.

Als nächstes Ziel haben wir uns Caloundra ausgesucht. Da sind wir auf der Hinfahrt nur durchgefahren, aber das hatte uns beiden gut gefallen.

Hier haben wir wieder ein kleines Studio mit Waschmaschine als Unterkunft gefunden, so dass wir wieder 2 Nächte gebucht haben, damit wir Zeit haben zum Wäsche waschen und den Ort genauer ansehen können.

Von den ursprünglich angesagten 8 Tagen Regen ist zumindest an der Küste außer den 2 Tagen bei Boreen Point nicht viel übrig geblieben. Meist regnet es in den frühen Morgenstunden und den Rest des Tages ist es schwülwarm.

Daher sind wir in Caloundra mehrere Kilometer am Strand lang gewandert.

Heute fahren wir wieder zurück in den Randbereich von Brisbane. Den Teil der Strecke, der uns nicht so gut gefallen hat, werden wir mit den Vorortszügen von Brisbane überbrücken.


Eindrücke von Caloundra

Erkenntnisse

– Auf den Wetterbericht ist kein Verlass.

– Australier sind keine Tapetenfreunde und die Teppiche sehen alle gleich aus.

Planänderungen

In Coolum Beach hat es uns so gut gefallen, dass wir gleich noch eine Nacht in der Unterkunft angehängt haben.

Die Vermieter waren total nett und haben uns für die zusätzliche Nacht einen stark ermäßigten Preis berechnet.

Die Tage in Coolum Beach haben wir ruhig angehen lassen. Wir sind immer einmal in den Wellen schwimmen gewesen und haben uns im Boogie Board (gehörte zur Unterkunft) fahren ausprobiert. So richtig erfolgreich waren wir nicht, es hat aber trotzdem Spaß gemacht

Gestern sind wir dann wieder Richtung Norden weitergefahren, diesmal ohne vorher schon eine Unterkunft gebucht zu haben. Unser Ziel war Boreen Point, wo es zur Not auch einen Campingplatz gab.

Die Strecke an sich war ganz okay, der erste Teil ging noch über Radwege die Küste entlang und der zweite Teil ging über verhältnismäßig wenig befahrene Straßen. Dort gab es auch immer mal wieder Hinweisschilder, mit der Aufforderung Rücksicht auf die Koalas zu nehmen. Leider hat sich aber kein Koala blicken lassen.


Eindrücke von unterwegs

Regenbogen ohne Regen
Mal wieder beeindruckende Bäume
Orchideen

In Boreen Point hatten wir dann Glück und mussten nicht im Zelt übernachten. Das einzige Motel in dem abgelegenen Nest hatte noch ein Zimmer für uns frei.

Wie sich im Nachhinein heraus gestellt hat, war es gut, dass wir nicht im Zelt übernachtet haben, nachts hat es ordentlich angefangen zu regnen und bis jetzt hat es nicht aufgehört.

Beim Frühstück haben wir uns dann über den Zustand unseres von der App vorgeschlagenen Weges erkundigt. Das Ergebnis, „dirt roads“ von Trucks befahren, hörte sich nicht sehr vielversprechend an, schon gar nicht bei Regen.

Daher haben wir umgeplant und sind zurück nach Noosa gefahren, wo wir jetzt herausfinden wollen, ob/wie wir vielleicht doch noch nach Norden kommen oder wie wir sonst die nächsten 8 angesagten Regentage verbringen wollen.

Erkenntnisse:

– Auch in Australien gibt es Regen

– Eine gute Unterkunft fördert das Wohlbefinden

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