Wer Genaueres über die Strecken wissen möchte, die wir fahren, findet auf folgender Homepage die Tracks, denen wir folgen: https://www.nswcoastcycle.com
Ohne diese Homepage wären wir vermutlich nicht in Australien gelandet.
Nach Urunga

Von Coffs Harbour aus ging es ausgeruht nach Urunga. Die Strecke ließ sich gut fahren, war aber nichts besonderes.


Auch der Ort hatte nicht viel zu bieten. Aber wir haben die schützende Hand Gottes über uns gesehen 😇

Nach Stuarts Point
Unser nächstes Ziel war Stuarts Point. Die Strecke dorthin war sowohl landschaftlich als auch vom Verkehr her sehr schön. Allerdings war sie auch sehr anstrengend, da es wieder viel auf und ab (undulating) ging.
Daher brauchten wir ca. 5 km vor unserem Ziel nochmal eine Pause, insbesondere da schon wieder eine ordentliche Steigung vor uns lag. Mehr oder weniger zufällig entdeckten wir dort einen Zugang zu einem Strand. Der kam wie gerufen. Anfangs waren wir noch ganz alleine dort, doch bald kamen vereinzelte Spaziergänger.
Als wir eigentlich so langsam wieder weiter wollten, kamen wir mit John ins Gespräch, einem Engländer, der früher auch mal mit dem Rad durch Irland und England geradelt ist. Allerdings ist er bereits vor 50 Jahren nach Australien ausgewandert und fühlt sich inzwischen als Australier.
Er hat uns von einer Höhle erzählt, die sich in den Felsen am Ende des Strandes befindet und die zumindest früher von den Aborigine-Frauen zum Gebären aufgesucht wurde. Die habe ich mir dann noch angesehen. Ich fand vor allem die Felsen beeindruckend, die zum Teil pechschwarz glänzten oder rötlich-schwarz marmoriert waren.


Wir haben dann vor John den Strand wieder verlassen und haben uns mit unserem Fahrrad die nächsten beiden Hügel hinauf gekämpft.
Da hat uns John mit dem Auto überholt. Und weil er so begeistert von unserem Fahrrad war und wusste, wo wir übernachten würden, hat er an unserer Unterkunft auf uns gewartet, ein Foto von uns gemacht und uns angeboten, einen von uns im Auto mit in den Ort zum Supermarkt zu nehmen und hinterher wieder zurück zu bringen.
Da der Ort nochmal 3-4 km entfernt lag, haben wir das Angebot dankend angenommen. John hat mir dann außerdem den halben Ort gezeigt und noch seine Tochter vorgestellt, bevor ich beim Supermarkt unsere Vorräte aufgestockt habe.
Nach South West Rocks
Ich hatte beim Auschecken gefragt, ob es wohl Regen geben würde. Antwort: Vermutlich nicht, meist kommt dort kein Regen an. Kaum waren wir eine halbe Stunde unterwegs begann es zu regnen. Erst nur ein paar angenehme Tropfen, dann immerhin soviel mehr, dass ich mir die Regenjacke angezogen habe, um so auch das Handy, welches wir für die Navigation nutzen, vor Feuchtigkeit zu schützen.
Wir sind dann noch ca. 5 Minuten weiter gefahren, dann wurde der Regen so stark, dass wir uns doch lieber unterstellen wollten, bis das Gröbste vorbei war. Leider sind die Eukalyptus – Bäume dafür nicht geeignet, sie lassen zuviel Regen durch. Nachdem Niels schon ganz durchnässt war, haben wir doch noch eine einigermaßen geeignete Stelle gefunden. Dort haben wir dann doch alle Regenklamotten angezogen und sind weitergefahren. Hätten wir das mal früher gemacht. Kaum waren wir angezogen und sind weitergefahren, hat der Regen aufgehört und die Sonne kam wieder raus.☀️
Die weitere Strecke ist ganz ok. Nur die letzten 15 km verlaufen an einer Straße ohne nennenswerten Seitenstreifen. Leider ist dafür für unseren Geschmack zuviel Verkehr und außerdem Gegenwind. Daher sind wir froh, an der Unterkunft anzukommen.




Nach Crescent Head
… war mal wieder eine wirklich schöne Tour. Es ging die ganze Zeit an einem Fluss entlang auf einer kleinen kaum befahrenen (ganze 4 Autos) Strasse. Auch landschaftlich war die Strecke abwechslungsreich. In null Komma nichts waren wir am Ziel.
Dort genießen wir den Strand und die Landschaft bevor wir uns zu unserer Unterkunft aufmachen.





Die Unterkunft in Crescent Head konnten wir leider nicht genießen. An sich war sie nicht schlecht; ein alter Wohnwagen mit angebautem Bad und guter Küche auf der überdachten Terrasse mitten im Grünen.

Obwohl an sich alles sauber war, hatten sich leider Ameisen im Badezimmerschrank breit gemacht und den stickigen Wohnwagen hatten trotz Fliegengittern die Mücken für sich beansprucht. Ein unangenehmer Geruch nach Hund oder sonstigem Tier hat das Unbehagen verstärkt.
Damit wir wenigstens nachts vor den Mücken geschützt waren, haben wir zum ersten Mal unser (Innen -)Zelt aufgebaut:

Trotzdem haben wir nicht so gut geschlafen, denn es war zu warm und das Unbehagen blieb.
Nach Port Macquarie
Nach einer unruhigen Nacht waren wir nicht wirklich ausgeruht. Deshalb konnten wir die Strecke nach Port Macquarie nicht wirklich genießen.
An sich war sie gar nicht schlecht, da kaum Verkehr und keine Steigungen. Aber der größte Teil der Strecke bestand aus Schotterstraße durch Eukalyptus – Wald. Immerhin war die Schotterstraße einigermaßen gut befahrbar. Nur die immer wiederkehrenden Treckerrillen sorgten für einen wunden Po bei Niels, weswegen wir zwischendurch Plätze getauscht haben.
Außerdem hatten wir fast durchgehend Gegenwind, auf Dauer war die Landschaft recht eintönig und es gab wieder mal keine Möglichkeit für eine Pause, außer stehenderweise am Straßenrand. Kurzum, wir sind froh in Port Macquarie zu sein, einem größeren Ort. wo wir mindestens 2 Nächte bleiben wollen.
Erkenntnisse
– bei Regen sollte man sofort alle Regenklamotten anziehen, so dass der Regen wieder aufhört. 😁
– Wenn man die Wahl hat, ist man wählerisch. Erst wenn man keine Wahl mehr hat, freut man sich etwas gefunden zu haben.
– Wir sind und bleiben keine Camper.
Hi Rita, wir genießen immer wieder deine interessanten Berichte und
tollen Fotos! Ich verfolge eure Reise auch auf der Landkarte🙂. Danke
und liebe Grüße Inge
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Hallo, ihr 2! Dieser Bericht klingt deswegen so schön, weil ihr den John-Kontakt hattet! Schwupps fühlt man sich dem ganzen Umfeld doch etwas näher, oder?
Hoffentlich werdet ihr in Zukunft nicht wieder solch eine Unterkunft ertragen müssen, ihgitt…!
Alles Liebe weiterhin, gute Fahrt und liebe Grüße ( du hast die Kuhpfeife um, ich freu mich, Rita!), Wiebke
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Ihr habt wenigstens nur ein Schauer Regengehabt. Bei uns regnet es schon seit Tagen und für Weihnachten sieht es nicht besser aus. Aber eure Jungs sind hier und das freut uns. Euch beiden weiterhin eine gute Fahrt und liebe GrüssevonFundF. Und MamaundPapa
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