Von der Runaway Bay ging es weiter nach Coolangatta bzw. Tweed Heads. Die Strecke verlief wieder nur an der Küste entlang über Surfers Paradise, Florida Gardens und diverse andere nette Orte. Am Miami Beach z.B. haben wir Pause gemacht und ich bin eine Runde schwimmen gegangen.
Der Küstenweg war sehr belebt, so dass wir nicht ganz so schnell vorangekommen sind, weil wir auf die vielen Fußgänger und Jogger achten mussten. Die Australier scheinen sehr gesundheitsbewusst zu sein. Überall sieht man Jogger, oder Leute, die draußen Sport treiben. Es gibt auch immer wieder öffentliche Fitnessgeräte, die auch genutzt werden. Wir sind also nicht die einzigen Idioten, die in der Sonne schwitzen.
Allerdings hatten wir diesmal Pech. Ungefähr 10 km vor unserem Ziel, wir hatten es uns gerade unter einem typischen Pausenhäuschen bequem gemacht, fing es an zu regnen. Erst dachten wir noch, wie schön, dass wir gerade trocken sitzen.
Aber leider hörte der Regen nicht mehr auf. In einer kurzen Regenpause sind wir dann schließlich wieder losgefahren, aber leider ging es dann doch bald wieder weiter, so dass wir bald zumindest untenrum nass bis auf die Unterhose waren, da wir nur die Regenjacken angezogen hatten.
Wenigstens war es einigermaßen warm dabei. Aber genießen konnten wir die restliche Fahrt nicht mehr. Immerhin hatte unsere Unterkunft dann erfreulicherweise eine Waschmaschine nebst Trockner, so dass wir unsere nassen Klamotten zusammen mit unserer Schmutzwäsche schnell sauber und wieder trocken bekommen haben.


Am nächsten Tag hat es morgens noch ein bisschen angenehm gedrisselt, aber schon bald kam die Sonne wieder raus.
Für diesen Tag war Brunswick Heads unser Ziel, was zur Hälfte eine schöne Strecke am Meer entlang war und zur Hälfte durch das Inland ging. Inland bedeutete in diesem Fall mal andere Landschaft, z. B. Landwirtschaft, aber leider auch hügelig. Zu guter Letzt ging es auch noch wieder mal am Highway lang mit teilweise schmalem Seitenstreifen.
Wir sind dann letztendlich von unserem Track abgewichen, weil der Seitenstreifen schmal wurde und es stark bergauf ging. Das war uns zu gefährlich. Da haben wir lieber einen Umweg durch ruhige Ortsstraßen in Kauf genommen. Dummerweise haben wir dabei auch den steilsten Hügel erwischt.
Zunächst haben wir uns da heraufgequält und bei der steilen Abfahrt auf der anderen Seite haben wir anscheinend unsere Bremsbeläge an der Vorderradbremse aufgebraucht. Sie bremste zwar noch, machte aber unschöne Geräusche. Zum Glück war das auch der letzte Hügel vor unserer Unterkunft.

Brunswick Heads war zwar ein ganz netter Ort, aber zu klein für einen Fahrradladen. Dementsprechend haben wir unsere nächste Unterkunft in Byron Bay gesucht, einem größeren Ort, der mehrere Fahrradläden hat, und der nur 20 km ohne Steigungen entfernt lag.
Nach Byron Bay war wieder keine schöne Strecke. Es ging großenteils auf dem Seitenstreifen des Motorways entlang. Stellenweise war der echt schmal, so dass wir uns gefragt haben, ob das überhaupt noch für Fahrradfahren erlaubt ist. Aber war dann doch wohl richtig, und wir sind letztendlich gut in Byron Bay angekommen.
Byron Bay ist eine Küstenstadt, in der sich etliche junge Touristen tummeln, mit vielen netten Läden und einem tollen Strand. Hier hätte ich gerne mehr Zeit gehabt, um die Stadt anzuschauen. Aber weil wir zunächst die Sache mit den Bremsen geklärt wissen wollten, blieb dafür keine Zeit mehr.
Leider hatte der Fahrradladen nicht die nötigen Bremsbeläge. Aber er hat für uns telefonisch geklärt, dass der Fahrradladen in Ballina die passenden hat. Damit stand unser nächstes Ziel fest.
Erkenntnisse
– Fahrradfahren im Regen macht auch bei warmen Temperaturen keinen Spaß.
– bei einer Fahrradinspektion werden wohl keine Bremsbeläge geprüft.
– Die Essensportionen entsprechen dem deutschen Seniorenteller.