Sydney

Von Manly aus ging es mit der Personenfähre direkt nach Sydney. Da wir den Nachmittag davor damit verbracht hatten, eine passende Wohnung mit Küche in Sydney zu finden, in der wir auch unser Tandem sicher unterstellen können, hatten wir keine Lust mehr Manly richtig anzugucken. Das haben wir nachgeholt, bevor wir mit der Fähre nach Sydney gefahren sind.

Manly verdankt seine Beliebtheit wohl dem riesigen Strand und seiner Nähe zu Sydney. Dementsprechend haben sich dort auch viele Geschäfte zum Bummeln für die Touristen angesiedelt. Hier kann man es sich auf jeden Fall gut gehen lassen.

Mit der Fähre ist man dann in 20 Minuten mitten im Herzen von Sydney. Bei schönstem Sonnenschein sind wir in den Circular Quay eingefahren mit Blick auf die Skyline von Sydney, inklusive Oper und Harbour Bridge.

Bis zu unserer Unterkunft im Ortsteil Drummoyne (außerhalb vom Stadtkern) mussten wir noch 13 km fahren. Der erste Teil der Strecke ging immer am Hafen entlang, da haben wir auch viel geschoben, um mehr zu sehen und weil es so voll mit Fußgängern war.

Nachdem wir den Hafen/Küstenbereich schließlich verlassen hatten, mussten wir u.a. zwei große Brücken überqueren, Gott sei Dank gab es dort separate Rad/Fußwege, so dass wir auf diesen 4 -spurigen Strassen (je Richtung) nicht auch noch auf die Autos achten mussten. Wir hatten wieder genug mit den Höhenmetern zu kämpfen.

Unsere Unterkunft hatten wir für 7 Tage gebucht, so dass uns genug Zeit bleibt, Sydney zu besichtigen.

12.01.24:

Das Fahrrad blieb heute stehen. Wir sind mit dem Bus gefahren und haben die Innenstadt besichtigt.

Was mir schon in vielen Orten in Australien aufgefallen ist: hier gibt es immer ein wildes Durcheinander von hohen und niedrigen, schmalen und breiten, alten und neuen Gebäuden. Eine sogenannte Altstadt, wie man das bei uns häufig findet, gibt es hier eigentlich nirgendwo. Die historischen Gebäude sind immer nur hier und da mal eingestreut.

Hafenbereich
Ficus Virens im Royal Botanic Garden
Diese Bäume findet man hier vielerorts. Trotzdem immer wieder beeindruckend.

13.01.24

Heute stand die Art Gallery of New South Wales auf dem Programm. Hier findet man australische, asiatische und europäische Kunst, viele Gemälde, aber auch andere Kunstwerke.

14.01.24

Wir haben uns mit Peter getroffen. Peter und seine Frau Marian hatten wir in New Haven kennen gelernt. Marian ist zur Zeit auf Familienbesuch in Irland. Peter hat uns mit dem Auto abgeholt und da wir die Innenstadt schon gesehen hatte, wollte er uns den Norden zeigen. Letztendlich ist er mit uns an Avalon vorbei nach Palm Beach gefahren.

Wir haben ihm nicht erzählt, dass wir auf der Strecke von Gosford nach Manly, sowohl in Avalon, als auch in Palm Beach vorbei gekommen sind. Natürlich haben wir für die Strecke, die wir jetzt mit dem Auto in gut einer Stunde gefahren sind, mit dem Rad einen ganzen Tag gebraucht.

Auf dem Rückweg haben wir in Mosman Fish& Chips gegessen, bevor wir über die Harbour Bridge zurück gefahren sind. Mosman war immerhin neu für uns und insgesamt war es ein interessanter Tag, da wir uns gut mit Peter unterhalten haben.

Rocky Point Island bei Mosman
Mit Peter am Strand von Mosman

15.01.24

Der Tag hat mit heftigem Regen begonnen und wir waren froh, dass wir mal wieder nicht gezwungen waren weiter zu fahren. Wir haben den Vormittag gemütlich in unserem Appartement verbracht und sind erst nach dem Mittagessen, als der Regen aufgehört hatte, aufgebrochen, um einen weiteren Teil Sydneys zu erkunden.

Wir haben uns den Stadtteil Newtown angesehen. Anders als der Name vermuten lässt, befinden sich hier eher alte, zum Teil ziemlich heruntergekommene Gebäude. Hat mich sehr an Altona erinnert. Zum Teil war hier ein Second-Hand-Laden neben dem anderen. Hier konnte man so ziemlich alles gebraucht bekommen. Dazwischen gab es Designer Läden, vegane Restaurants und Kunstwerke auf den Häuserwänden.

Zum Abschluss des Tages waren wir dort noch im Kino und haben uns den Film Dream Scenarios angesehen. In dem Film geht es um einen Professor, der auf einmal in den Träumen seiner Mitmenschen auftaucht, ohne dass er das beeinflussen kann; teilweise witzig, aber auch nachdenklich machend. Auf jeden Fall mal was anderes. Den Film können wir empfehlen.

16.01.2024

Heute sind wir gegen Mittag mit dem Fahrrad am Parramatta River entlang nach Parramatta gefahren. Wir mussten zunächst auf und ab, über große und kleine Straßen, bis wir an den eigentlichen Radweg kamen, der dann aber wirklich schön direkt am Fluss entlang ohne Autos verlief.

Von Parramatta aus wollten wir mit der Fähre zurück fahren. Die hatte allerdings Verspätung und nach längerem Warten hatten wir schließlich das Gefühl, dass sie gar nicht kommen würde, zumal der Zugang zur Fähre abgesperrt war, da es anscheinend dort vor Kurzem noch überflutet war.

Also haben wir entschieden, die Strecke zumindest ein Stück wieder zurück zu fahren bis zur nächsten oder übernächsten Fährstation. Aber letztendlich sind wir die ganze Strecke wieder zurück gefahren, weil es immer gerade nicht passte mit den Fähren.

17.01.2024 Blue Mountains

Die letzten Tage waren eher regnerisch gewesen, deshalb haben wir mit unserem Ausflug in die Blue Mountains bis zum letzten Tag gewartet. Für heute war der Regen erst ab nachmittags angesagt.

Also sind wir schon um 6 Uhr aufgestanden, damit wir möglichst früh in den Bergen ankommen. Die Fahrt mit Bus und Bahn nach Katoomba hat fast 2 1/2 Stunden gedauert. Aber das hat sich wirklich gelohnt.

Wir sind dort von der Scenic World aus über den Katoomba Falls Track und den Prince Henry Cliff Walk bis zum Echo Point Lookout gewandert. Um jede Ecke gab es andere beeindruckende Aussichten und wir haben viele schöne Fotos gemacht. Es viel mir schwer hier eine Auswahl zu treffen.

Katoomba Falls
Ein Schwarm Kakadus zog gerade seine Kreise
Witches Leap Wasserfall
Katoomba Cascades
Blick auf den Solitary Mountain
Farnwald
Die drei Schwestern (three sisters)
Eine der drei Schwestern aus der Nähe

Kaum waren wir an unserem Ziel angekommen, fing es an zu regnen.

Aufgrund des Regens haben wir dann nur noch in Katoomba gegessen, bevor wir nach Sydney zurück gefahren sind. Ansonsten hätte es noch einiges gegeben, was ich mir gerne angeschaut hätte.

Andererseits wäre es dann ganz schön spät geworden. Insofern ist es vielleicht ganz gut, dass der Regen uns gezwungen hat, zurück zu fahren. So konnten wir vor der Weiterfahrt am nächsten Tag noch ein wenig ausruhen.

Erkenntnisse

– in Sydney ist man mit Bus und Bahn besser bedient, als mit dem Fahrrad

– fremd gehen kann auch mal zum Höhepunkt führen

3 Kommentare zu „Sydney“

  1. Hallo Rita,

    das ist ja wieder ein sehr schöner Bericht. Das Naturreservat (?) sah
    wirklich toll aus. Schade, dass ihr nur so kurz Zeit dafür hattet.

    Hier ist wegendes heftigen Schnees (!!!) gestern und heute die Schule
    flächendeckend ausgefallen, die ASEAG fährt heute nicht. Kass! Gestern
    hat es viel geschneit, heute aber noch gar nicht. Mal sehen, ob noch
    mehr Schnee kommt.

    Zwischen Weihnachten und Dreikönig sind wir mit unseren Nachbarn in den
    Dolomiten Ski / Snowboard gefahren. Wir haten Glück mit dem Wetter. An
    einem Tag war auf einer steilen Piste plötzlich einer meiner Ski nicht
    mehr an meinem Fuß und ich habe micht mit der linken Hand so heftig am
    Skihang abgestützt, dass ich ein verstauchtes Handgelenk hatte. War
    nicht so schlimm, ich kommte noch zurück nach Wolkenstein fahren, habe
    dann aber einen Tag Skipause gemacht und habe alleine eine schöne
    Winterwanderung gemacht.

    Tja, und irgenwie haben wir dann dan Schnee mitgebracht, weil es schon
    letzte Woche mal hin und wieder schneite…

    Wie sieht denn euer weiteres Programm aus, jetzt nachdem ihr schon in
    Sydney seid?

    Viele Schöne weitere Abenteuer und eiskalte Grüße aus der alten Heimat

    Michaela

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  2. Hallo ihr zwei Lieben,wieder klasse euer Bericht von Sydney .hier verpasst ihr gerade den schönsten winter den wir seid Jahren nicht mehr hatten, aber auch chaos auf den Strassen,aber heute scheint die Sonne, wunderschön. Leider hustet der Papa schon seit Tagen.Euch Beiden weiterhin eineschöne Zeit in Australien. Liebe GrüßevonMamaundPapa

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