Wir nähern uns Sydney

Von Newcastle aus war unser nächstes Ziel Lake Munmorah etwas abseits von unserem eigentlichen Track, aber in genau der richtigen Entfernung und mit einem bezahlbaren Motel.

Der erste Teil des Wegs war super. Es ging über den Fernleigh Railtrail. Das ist ein Bahntrassenweg inklusive Tunnel. Hier wurde früher die Kohle, die hier abgebaut wurde, abtransportiert. Der Weg ging erst sanft bergauf, dann sanft bergab, so dass wir es einfach rollen lassen konnten.

Der Weg war wirklich sehr schön und dementsprechend waren viele Tagesausflügler hier. Sowohl Radfahrer, Spaziergänger und Jogger waren hier unterwegs. Und wir sind sogar 2 Tandems begegnet, einem normalen und einem Trike-Tandem. Leider war es in beiden Fällen nicht der richtige Moment, um anzuhalten und sich zu unterhalten.

Am Ende des Railtrails ging es ganz schön bergauf und bergab, aber Gott sei Dank mit eigenem Radweg, zumindest für die bergauf Passagen. Die waren allerdings teilweise so steil, dass wir schieben mussten.

Immer wieder trifft man hier auf kunstvoll bemalte Hauswände, diese hier in Swansea

Der Ort Lake Munmorah war ein guter Ort zum Übernachten, aber sonst nicht der Rede wert.

Am nächsten Tag war Gosford unser Ziel. Bis Terrigal Beach war es wieder eine schöne Strecke, zwar auch mal bergauf und bergab, aber immer mit gutem Seitenstreifen oder sogar separatem Radweg. In Terrigal Beach haben wir Pause gemacht und u.a. die tollen Klippen bewundert.

Danach ging es an der Hauptverkehrsstrasse entlang, viel bergauf und bergab und wir mussten zum Teil schieben. Leider war dort auch viel und lauter Verkehr und teilweise schlechter Seitenstreifen. Das hat nicht so viel Spaß gemacht. Noch dazu gab es leichten Regen, so dass wir aufgrund der nassen Straßen auch vorsichtiger fahren mussten. Das war anstrengend.

Aber wir sind schließlich wohlauf in Gosford angekommen.

In Gosford hatten wir extra 2 Nächte gebucht, weil wir das Walkabout Wildlife Sanctuary besuchen wollten. Das hatte uns unsere Nichte Paula empfohlen, die hier auf ihrer Australien-Reise gearbeitet hatte Zum Sanctuary sind wir mit Uber (eine Mischung aus Mitnahmezentrale und Taxi über das Internet) gefahren. Denn für das Fahrrad war es uns zu bergig und sonst gab es keine andere Möglichkeit dort hinzukommen. Das war für uns das erste Mal, dass wir mit Uber gefahren sind. Aber es hat super geklappt. Kaum hatten wir eine Fahrt gebucht, war der Fahrer auch schon da. Auf der Rückfahrt hatten wir einen Fahrer, der seinen Bruder in Sydney besucht hatte, und nun zurück nach Newcastle unterwegs war. Unsere Strecke lag auf seinem Weg. Indem er Leute auf Teilen seiner Strecke mitnimmt, finanziert er sich die Fahrtkosten.

Das Wildlife Sanctuary ist ein Tierpark mit hauptsächlich heimischen Tieren. Zumindest einige der Tiere können dort frei herum laufen, wobei das komplette Gelände (riesig ) eingezäunt zu sein scheint. Man kann dann zwischen den Tieren hindurch spazieren.

Zusätzlich zu den Tieren gibt es dort Spazierwege durch die hiesige Fauna mit vereinzelten Infotafeln.

Kängurus
Wallaby
Kängurus, Wallabys und Emus
Rinde eines Gray Gums (Eukalyptussorte)
White Mountain Lookout
Felsen mit alten Aborigine Zeichnungen

Von Gosford ging es am nächsten Tag weiter nach Manly. Das ist bereits ein Stadtteil von Sydney.

Zunächst ging unser Track ca 20 km auf einem separaten, flachen Küstenradweg bis Ettalong Beach. Die Strecke war schnell zurück gelegt. Von Ettalong Beach ging es dann mit einer Personenfähre bis Palm Beach. Das war eine interessante Fahrt, weil zum Teil nur eine schmale Fahrtrille tief genug für die Fähre war.

Ab Palm Beach wurde es anstrengend. Es ging auf und ab über so ziemlich jede Klippe, die hier an der Küste zu finden ist. Landschaftlich sehr schön, aber auch sehr Kräftezehrend und es gab immer wieder Passagen, an denen wir schieben mussten.

An einer uneinsichtigen Kreuzung, wo es für uns zunächst steil bergab und auf der anderen Seite wieder bergauf ging, wären wir beinahe mit einem Auto zusammen gestoßen, welches von der Seite kam. Gott sei Dank haben sowohl der Autofahrer als auch Niels gut reagiert und so ist nichts passiert. Da hat unser Schutzengel wieder beste Arbeit geleistet. Aber wir haben natürlich einen riesen Schreck bekommen und werden in Zukunft vorsichtiger sein.

Der übrige Weg nach Manly war ein bisschen von diesem Erlebnis überschattet, so dass wir ihn nicht so richtig wahrgenommen haben.

In Manly merkt man den Einfluss der Großstadt. Der Strand hier ist riesig und es tummeln sich die Massen. Hier haben wir in einem historischen Hotel direkt im Zentrum gegenüber vom Strand übernachtet. Das war cool.

In Manly wieder eine tolle Hauswand

Erkenntnisse

– die Sonne wandert hier verkehrt herum.

– schwungvoll ist nicht immer gut.

2 Kommentare zu „Wir nähern uns Sydney“

  1. Sehr schön das euch nichts passiert ist und ihr wohlauf seis. Hier schneit es schon seit Tagen.Viel Spass euch in Sydney .Mama und Papa

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  2. Wie schön, dass ihr tatsächlich zum Wildlife Park gefahren seid und es euch gefallen hat. Es ist so schön, dass die Tiere dort frei herumlaufen können. Eine gute Reise!
    Liebe Grüße, Paula
    P.S. Der Schnee ist inzwischen leider wieder weg.

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