Von Sydney ging es über Bondi Beach nach Cronulla bzw. Miranda, wo wir unsere Unterkunft gefunden hatten. Genau genommen gehören alle 3 Orte noch zu Sydney. Zu unserem Startpunkt am Circular Quay sind wir mit der Fähre gefahren.
Wir hatten gehofft, dass der nächste Teil der Strecke bis Bondi Beach schön an der Küste lang führen würde und wir noch ein paar schöne Ecken von Sydney zu Gesicht bekämen. Aber leider ging es vor allem durch die Innenstadt mit viel lautem Verkehr, so dass wir nur langsam voran kamen.
An einer Stelle mussten wir uns unseren eigenen Weg suchen, weil der Track uns über eine Brücke geschickt hat, an dessen Ende man nur über eine lange, steile Treppe oder einen Fahrstuhl nach unten kam. Der Fahrstuhl war schon für ein normales Fahrrad zu klein. Unser Tandem hätten wir da auf keinen Fall hineinbekommen.
Insgesamt wäre es im Nachhinein vermutlich besser gewesen, diesen Teil der Strecke zu überspringen und nach Bondi Beach mit der Bahn zu fahren.
Bondi Beach selber war jetzt kein schönerer Strand, als viele andere, die wir bereits gesehen haben. Aber er liegt halt in Sydney und ist deshalb ziemlich überlaufen. Da es schon ziemlich spät war und wir die eigentliche Strecke noch vor uns hatten, haben wir uns dort nicht lange aufgehalten.
Von Bondi Beach aus ging es vornehmlich an der Küste entlang. Leider mussten wir hier viel schieben, weil es entweder zu steil war oder zu viele Fußgänger auf dem Rad-/Fußweg unterwegs waren. Auch waren immer wieder mal kleinere Treppen auf dem Weg eingestreut. Ich weiß nicht, welcher Radfahrer diesen Track erstellt hat.


So sind wir wieder nur langsam voran gekommen und waren irgendwann ziemlich geschafft und hatten keine Lust mehr auf das auf und ab an der Küste. Irgendwann gleicht es sich auch alles.
Also haben wir komoot zu Hilfe gezogen, um eventuell einen kürzeren Weg zu finden, der nicht jede Küstenklippe mitnimmt.
Und tatsächlich hat komoot einen Weg gefunden, der erstens 10 km abgekürzt hat, zweitens nicht so viele Höhenmeter beinhaltet und drittens dann wieder auf unseren ursprünglichen Track zurück führte.
Diesem Weg sind wir dann mehr oder weniger gefolgt und das war eine gute Entscheidung. Eine ganze Zeitlang konnten wir auf einem schönen separaten Radweg durch einen Park fahren. So haben wir endlich ein Stück Strecke geschafft, was noch dazu auch schöne Ausblicke gewährt hat und frei von Verkehr war.

Der weitere Teil der Strecke, auch der ursprüngliche Track, war dann wieder nach unserem Geschmack. Es ging meist auf separaten Radwegen und die Anstiege wurden weniger und machbar.
Wir sind um den Flughafen herum gefahren und dann wieder an der Küste gelandet mit Blick auf den Containerhafen.
Verhältnismäßig spät sind wir endlich in unserer Unterkunft angekommen. Aber nach einer heißen Dusche und etwas Pause sind wir noch in das nahe gelegene Einkaufszentrum gegangen, hauptsächlich weil wir Hunger hatten.
Aber da erstaunlicherweise die meisten Geschäfte noch geöffnet hatten (normalerweise schließen die Geschäfte hier schon um 17 Uhr), sind wir auch noch ein bisschen Schaufenster bummeln gegangen.
Den Rest des Abends haben wir damit verbracht, eine Unterkunft für den nächsten Tag zu suchen. Das war gar nicht so einfach.
In dem Ort, wo unser nächster Track enden sollte, gab es keine Unterkunft. Erst am Ende des übernächsten Tracks haben wir Übernachtungsmöglichkeiten gefunden. Das wäre zum Fahren aber zu weit gewesen, da der erste Track allein schon mehr als genug Höhenmeter hatte.
Letztendlich haben wir uns dann entschieden einen großen Teil der beiden Strecken (über die Berge) mit der Bahn zu fahren und dann doch bis zum Ende des übernächsten Tracks – Wollongong – zu fahren.
Das hat sich als sinnvolle Entscheidung herausgestellt. In den Zügen, die noch zum Einzugsbereich von Sydney gehören (ähnlich S-Bahn) kann man das Fahrrad kostenlos mitnehmen. In jedem Wagen gibt es einen Bereich für Rollstuhlfahrer/Kinderwagen etc., wo wir auch mit dem Tandem gut reingepasst haben.
Am Bahnhof haben wir einen weiteren Radfahrer getroffen, der uns noch Tipps gegeben hat, in welche Wagen man am Besten einsteigt. Außerdem hat er an unserem Endbahnhof auf uns gewartet, um uns den besten Weg zu dem Radweg, den wir fahren wollten, zu zeigen.
Bis Wollongong hatten wir dann nur noch 20 km zu fahren und das auf einem extra Radweg ohne Höhenmeter. Da haben wir uns viel Zeit gelassen und ich bin zwischendurch an einem Strand noch schwimmen gewesen.

In Wollongong haben wir wieder 2 Nächte gebucht, da es aufgrund des Wochenendes sonst im nächsten Ort wieder keine Unterkunft gab.
Wollongong ist eine Küstenstadt ähnlich wie Newcastle. Vor allem sind mir hier die vielen Kunstwerke auf Hauswänden aufgefallen.








Erkenntnisse
– Irgendwie findet sich immer ein Weg.