Auf nach Adelaide

Wir hatten, bevor wir die Stadt gesehen hatten, überlegt, ob wir eventuell 2 Nächte in Portland bleiben sollten, um dort noch einen Strandtag einzulegen. Aber als wir Portland erreicht haben, waren wir froh, dass wir zunächst nur eine Nacht gebucht hatten.

Portland ist eher eine Industrie-Stadt. Der dortige Strand hat nicht wirklich zum Schwimmen animiert und so sind wir am nächsten Tag nach einem kurzen Strandspaziergang gleich weiter gefahren, wenn auch nur gut 100 km nach Mount Gambier.

Hier haben wir dann tatsächlich 2 Nächte gebucht, da es in und um die Stadt einiges zu besichtigen gibt.

In der Stadt gibt es z.B. den Blue Lake, einen Maar, also einen See vulkanischen Ursprungs. Wenn man vom Kraterrand hinunter schaut, sieht das Wasser so blau aus, als wäre es mit Tinte gefärbt.

Blue Lake

Desweiteren gibt es hier das Umpherston Sinkhole. Hierbei handelt es sich um eine Bodenabsenkung in dem hiesigen Kalkstein. Schon 1886 hatte ein Herr Umpherston einen Garten darin angelegt.

Hier haben wir erstmals ein mehr oder weniger wildes Possum gesehen. Die leben hier in den Wänden des Sinkholes und werden wohl von den Touristen gefüttert. Normalerweise sind sie nachtaktiv, aber dieses wollte wohl die ungeteilte Aufmerksamkeit.

Desweiteren sind wir durch endlose Pinienplantagen zu einer Tropfsteinhöhle, den Tantanoola Caves, in der Umgebung von Mount Gambier gefahren und haben diese besichtigt. Auch wenn es nur eine kleine Höhle war, so war sie doch beeindruckend.

Das einzige andere Pärchen, das neben uns an der Führung teilgenommen hat, kam aus der Schweiz, so dass wir uns mal wieder in Deutsch austauschen konnten. Die beiden sind in den Flitterwochen und wollen mit ihrem Caravan noch bis Cairns im Norden von der Ostküste.

Von Mount Gambier bis Adelaide war es uns zu weit, um die Strecke in einem durch zu fahren. Daher haben wir in Bordertown noch mal Zwischenstop gemacht. Die Landschaft ist inzwischen eher langweilig geworden. Die meiste Zeit geht es vorbei an Wiesen und Weiden, plattes Land ähnlich wie bei uns in Norddeutschland, aber trocken und verdorrt. Auch Bordertown hat außer der Unterkunft nichts zu bieten. Und da es mal wieder 35 Grad warm ist, haben wir dort auch die Füße hoch gelegt.

Von Bordertown nach Adelaide sind es nur 270 km, daher sind wir erst spät aufgebrochen. Unser einziger Versuch einen Umweg an der Küste lang zu fahren, führte zu einer Kiesstraße. Das wollten wir uns dann doch nicht antun. Außerdem dürfen wir solche Strecken mit dem Mietwagen auch gar nicht fahren.

Also sind wir doch wieder auf den langweiligen Freeway quer durch das Land gefahren. Wie schon am Vortag ging es die meiste Zeit an vertrockneten Wiesen und Weiden vorbei.

Erst kurz vor Adelaide wurde die Landschaft interessanter, weil bergiger. Adelaide selbst ist flach, aber um dorthin zu gelangen, muss man eine kleine Bergkette überwinden.

Wir waren dann schon am frühen Nachmittag in der Unterkunft etwas außerhalb vom Stadtzentrum, aber da es immer noch so heiß war, haben wir uns im klimatisierten Zimmer aufgehalten und u.a. Reiseblog geschrieben und Wäsche gewaschen.

Erkenntnisse:

– Die Australier haben ein extra Rasenmäh- Gen.

Ein Gedanke zu „Auf nach Adelaide“

  1. Moin Moin, 
    ich freue mich immer von euch zu lesen. Allein die Bilder sind immer ein Traum. 
    Es ist schön zu sehen , das es Euch auch nach so langer Zeit gut geht. 
    Ich wünsche euch noch ein tolle Zeit, passt auf Euch auf.
    Liebe Grüße
    Nancy

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Nancy Jäger Antwort abbrechen

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten