Highways und Highlights

Die Rücktour nach Brisbane ist relativ unspektakulär verlaufen. Bis zum Bahnhof verlief die Strecke fast ausschließlich am Highway entlang, Gott sei Dank immer mit gutem, breitem Seitenstreifen oder extra abgetrenntem Radweg. Da haben wir ganz schön Gas gegeben, so dass wir Recht früh am Bahnhof waren und dort noch eine gute Stunde Zeit hatten. Die haben wir genutzt, um im Cafe gegenüber ein kaltes Getränk zu trinken.

Die Zugfahrt mit Fahrrad war gar kein Problem. Auf Rat des Bahnangestellten sind wir in den letzten Waggon eingestiegen, der viel Platz für Rollstuhlfahrer und dergleichen bereit hielt und außerdem sonst so gut wie leer war.

Wir sind dann bis Fortitude Valley in Brisbane gefahren, wo wir uns noch Chinatown ansehen wollten. Das war allerdings eher eine Enttäuschung. Wirklich viel chinesisches gab es dort nicht zu sehen. Allerdings ist in Fortitude Valley auch die „Fress/Partymeile von Brisbane, so dass wir dort noch lecker gegessen haben, bevor wir weiter gefahren sind zu unserer Unterkunft am Rande von Brisbane. Diese Strecke kannten wir schon zum Teil. Aber da sie so schön am Brisbane River entlang führt, wollten wir sie noch einmal fahren.

Wenn wir allerdings gewusst hätten, dass die Gateway Bridge, mit der wir den Fluss schließlich überqueren sollten, so hoch ist (64,5 m und 1,6 km lang), hätten wir eventuell einen anderen Weg genommen. Das war eine ganz schöne Plackerei, dort hochzufahren. Der Ausblick war allerdings nicht schlecht und die Abfahrt war viel zu schnell vorbei.


Am Brisbane River entlang

Fremd gegangen

Ausblick von der Gateway Bridge

Die Strecke am nächsten Tag von Brisbane in Richtung Süden bis zur Redland Bay verlief wieder über den Moreton Bay Cycleway. Den waren wir auch in nördlicher Richtung schon gefahren. Und der ist auf jeden Fall empfehlenswert. Er verläuft größtenteils auf extra Wegen entlang der Küste, die man sich höchstens mit Fußgängern teilen muss oder auf eigens angelegten Pfaden durch reine Waldgebiete mit uriger Vegetation. Dort haben wir als Highlight unseren ersten Koala 🐨 hoch oben in einem Eukalyptusbaum entdeckt. Mit Niels Handykamera konnten wir ihn trotz der Entfernung einigermaßen gut fotografieren.

Hier ist er versteckt

Die Fahrt von Redland Bay zu unserer aktuellen Unterkunft war dann wieder weniger schön, verlief sie doch wieder großenteils am Highway oder auf Zubringerstraßen entlang des Motorways. Da gab es nicht viel zu sehen.

In unserer jetzigen Unterkunft in der Runaway Bay sind wir wieder 2 Nächte geblieben. Heute haben wir das Fahrrad wieder stehen gelassen und sind wieder zu Fuß am Strand entlang gelaufen. Da hier noch kleine Inseln vorgelagert sind, ist das Meer entsprechend ruhig und es gibt kaum Brandung.

Das Highlight des heutigen Tages war eine kleine Lagune, über der wir schon von weitem große Vögel kreisen sahen. Als wir näher heran kamen, stellte sich heraus, dass es sich um Pelikane handelte. Die waren allerdings ziemlich zahm und ließen sich von den Menschen kaum stören. Sie warteten anscheinend auf ihre Fütterung, die regelmäßig Mittags dort stattfindet. Später auf unserem Rückweg, nach der Fütterung, waren sie dann auch komplett verschwunden.

Erkenntnisse

– der richtige Zeitpunkt ist manchmal entscheidend

– Truckermotels sind erstaunlich sauber

– Auf der Tour ist es heiss wie in einer Sauna und es riecht wie nach einem Eukalyptusaufguss

2 Kommentare zu „Highways und Highlights“

  1. Heute hatten wir mal wieder eine Frühstückslektüre aus Australien Während ihr schwitzt,begrüssen wir den ersten Schnee ,und im Baum sitzt keine Rita und kein Koala Bär ,sonder ein schneemänneken und winkt. Liebe Grüße Mama und Papa ir

    Australien.

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  2. Hallo ihr beiden, nun muss ich mich doch auch mal melden und Euch sagen, wie sehr wir Euren Blog geniessen. Besonders die Erkenntnisse sind klasse 😉 Und man sieht, es ist halt doch eine kleine Abenteuertour. Macht weiter so, geniesst die Zeit und wir bleiben in Gedanken bei Euch.Alles Gute Robert und Silvia

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